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ZMDI Open 2010
ZMDI Schachfestival 2010
Europäische Senioren Mannschaftsmeisterschaft 2010
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Finale bei der 6. Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft in Dresden


   
Burkhard Malich hat sich mit der Deutschen Mannschaft bereits den EM-Titel gesichert und kann auf die Bretter der Konkurrenz schauen, hier bei Alexander Ljuboschitz von Phoenix Köln   Zufriedene Gesichter bei Viktor Kortschnoi und Dragomir Vucenovic - die Schweizer sicherten sich Silber bei der EM   Yuri Shabanov gewann Bronze mit Russland - ob er für 2005 schon wieder vom Titel träumt

Der strahlende frischegebackene Senioren-Europameister - die Deutsche Nationalmannschaft!
Feierstimmung nach dem Finale für den Sieger
Marco Held

Kaum nach Gefahren gab es nach dem großen Sieg der Schweizer gegen den Favoriten Russland im Kampf der „großen Drei“ für den Titelgewinn der deutschen Auswahl. Die Deutschen trafen in der Schlussrunde auf das Team aus St. Petersburg und hatten nicht nur einen Punkt Vorsprung, sondern auch die Mannschaftspunkte im Vergleich zu den Eidgenossen klar auf ihrer Seite. So war es nicht weiter erstaunlich, dass weder die Petersburger noch die deutsche Nationalmannschaft im direkten Duell etwas riskieren wollten und die Bretter sich frühzeitig leerten. Das 2:2 bedeutete den sicheren EM-Titel-Gewinn für das Team um Wolfgang Uhlmann, der mit 5 Punkten am Spitzenbrett eine bärenstarke Leistung zeigte. Noch erstaunlicher war vielleicht der wiederentdeckte Kampfgeist von Hans-Joachim Hecht, der mit 5,5 Zählern zum Topscorer seines Teams avancierte. Aber auch die beiden weiteren Auswahlspieler, Klaus Klundt und Dr. Burkhard Malich, verloren keine einzige Partie und trugen maßgeblich zur geschlossenen Mannschaftsleistung ihres Teams bei.
Hinter den neuen Titelträgern ging es für die beiden Verfolger Schweiz und Russland um die Medaillenverteilung. Dort zeigten sich die Schweizer inzwischen bestens in Schwung und fegten Pheonix Köln überraschend deutlich von den Brettern. Einmal mehr glänzte der Spieler des Turnieres, Viktor Kortschnoi, am Spitzenbrett. Der 72-Jährige stellte seinen Status als Weltklassespieler bei dieser EM nachdrücklich unter Beweis und brachte es auf überragende 6,5 Zähler am Spitzenbrett. Das einzige Unentschieden resultierte von der wilden Zeitnotschlacht mit Wolfgang Uhlmann – ein lässliches „Übersehen“. Seine Mannschaftskollegen richteten sich an der Ausnahmeleistung von „Viktor dem Schrecklichen“ auf und brachten es auf die gleiche Mannschaftspunktzahl wie die siegreichen Deutschen.
Den Bronzerang sicherten sich schließlich die dreimaligen Sieger aus Russland. Sie setzten sich in der Schlussrunde sicher mit 3,5:0,5 gegen die Vertretung aus Hessen durch. Einzig Evgeni Bebchuk musste dabei gegen Milislav Panic einen halben Zähler abgeben. Die Altstars aus Moskau zeigten das gewohnt solide Schach, mussten sich aber fehlende Courage beim 2:2-Angebot gegen die Deutschen vorwerfen lassen. In der Vorschlussrunde scheiterte schließlich ihr Vorzeigespieler Evgeni Vasiukov am entfesselt spielenden Viktor Kortschnoi.

Im Kampf um die folgenden Ränge tobten die Duelle sehr hart. Keines der Teams mit acht Punkte schaffte schließlich einen Sprung nach vorne in der Tabelle. Zwischen Catalonia und Berlin gab es ein 2:2-Unentschieden, bei dem das spanische Spitzenbrett Orestes Rodriguez mit dem Sieg für seine Farben die Berliner Führung durch Harald Lieb egalisierte und sich ebenfalls als einer der besten Spieler des Turniers erwies. Zwischen Norwegen und der Schachgemeinschaft Leipzig gab es schließlich sogar vier Unentschieden, wobei Manfred Böhnisch sein Glück kaum fassen konnte. Sein Gegner Svein Johannessen sah den klaren Gewinn nicht und willigte in der letzten Partie des Turniers in die Punkteteilung ein. Damit kam die Schachgemeinschaft Leipzig hinter der Mannschaft aus St. Petersburg auf Rang fünf ein und erwies sich erwartungsgemäß, aber auch mit einer starken Leistung im Turnier, als bestes sächsisches Team. Zudem erspielte sich Dr. Bernd Weber am letzten Brett 5,5 Punkte und wurde damit hinter Wolfgang Uhlmann bester Aktiver aus dem Freistaat.

Ein gutes Turnier gelang auch den sächsischen Teams. Zum Abschluss der Europameisterschaft punkteten noch einmal BSW Lok Dresden und der Dresdner SC. Die Eisenbahner erspielten durch den Erfolg von Manfred Schwier am Spitzenbrett ein 2:2 gegen die zweite Mannschaft von Großbritannien und kamen schließlich mit einer ausgeglichen Punktzahl auf Rang 21 von 36 Teams ein. Die gleiche Punktzahl errang auch der DSC, für den Gerhard Schmidt und Bodo Starck in der Schlussrunde das 2:2 gegen die starken Isländer und Platz 18 absicherten. Schließlich spielte die sächsische Auswahl ein exzellentes Turnier. Zum Abschluss punktete erneut Johannes Hampel vom SV Dresden-Leuben voll und sorgte bei zwei Unentschieden vom Neu-Oelsnitzer Siegfried Landgraf und Friedbert Mückan aus Freital als bester Dresdner Spieler mit 5 Punkten für ein 2:2 auch für die Auswahl aus dem Freistaat. Sie stellte unter Beweis, dass ihr die Senioren-Meisterschaft in Dresden blendend liegt und erkämpfte sich 8:6 Mannschaftspunkte. Das reichte für Rang 13 in der Endabrechnung.

Vielen Dank also an alle Teilnehmer, die sieben Tage kämpferisches Schach im Treff-Hotel zeigten. Von den Aktiven zurück geht auch der Dank an die Veranstalter, die nicht nur mit den gelobten Spielbedingungen im Hotel, sondern auch mit Ausflügen in die Stadt Dresden oder in die Sächsische Schweiz oder einem Blitzturnier für ein gutes Rahmenprogramm verantwortlich zeichneten. Auch die Arbeit am Bulletin in dem eingespielten Team ist sicher ein Grund, dass das Turnier von Jahr zu Jahr stärkere und bessere Teilnehmer-Mannschaften finden wird. Herzlich Willkommen also hoffentlich auch 2005 an der Elbe!



Die Entscheidung im Kampf Schweiz gegen Russland fiel zwischen Viktor Kortchnoi und Evgeni Vasiukov (rechts), der nach der Partie ratlos schien
Kortschnoi macht Weg zum deutschen EM-Titel frei
27. Februar 2004

Eine Menschentraube scharte sich in den letzten Minuten der Vorschlussrunde um das Brett der beiden besten Spieler der Europameisterschaft. Evgeni Vasiukov aus Russland und der Schweizer Viktor Kortschnoi lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen. Pikanterweise entschied diese Begegnung beim Stand von 1,5:1,5 auch noch über das Mannschaftsergebnis und die Titelchancen beider, so dass die Spannung kaum zu überbieten war. Davor war für die Schweizer Dragomir Vucenovic gegen Senioren-Weltmeister Yuri Shabanov siegreich geblieben und hatte die Führung und Evgeni Bebchuks Erfolg gegen Peter Hohler ausgeglichen. Mit einem gut gerechneten Opfer nutzte Kortschnoi seinen Vorteil gegenüber seinem ehemaligen Landsmann aus Russland aus, der prompt den parteientscheidenden Fehler beging. Während Kortschnoi in der Analyse gelöst das Geschehen auf den 64 Feldern genoss, war es an den Computern und an den Deutschen, die Chancen auf den EM-Titel auszurechnen.
Die deutsche Auswahl konnte derweil zufrieden sein über die eigene Leistung. Nach zwei Unentschieden hatte Wolfgang Uhlmann für die Führung seiner Farben gesorgt, als er mit einem positionellen Bauernopfer in einer Glanzpartie Svein Johannessen in die Knie zwang. Auch Hans-Jochim Hecht behielt schließlich gegen Ragnar Hoen im Endspiel die Oberhand und machte den 3:1-Erfolg der Nationalmannschaft gegen Norwegen perfekt.



Kein Grund zur Sorge für Hans-Joachim Hecht: Er gewann heute und sicherte seinem Team beste Titelchancen
Petersburg kann nach Medaille greifen

Auch hinter den „großen Drei“ mussten Entscheidungen über die Medaillenchancen fallen. Dabei sicherte sich St. Petersburg eine gute Ausgangsposition, muss morgen allerdings gegen den Titelanwärter Deutschland antreten. Die Petersburger behielten heute durch den Sieg von Viktor Turikov am Spitzenbrett gegen Efim Rotstein bei drei Unentschieden die Oberhand gegen Phoenix Köln. Den Ärger der letzten Tage spielten sich besonders die Berliner von der Seele, die das „Oranjeteam“ aus den Niederländern mit 4:0 von den Brettern fegten.
Während auch aus sächsischer Sicht die Schachgemeinschaft Leipzig durch ein klares 3,5:0,5 die Chancen auf die Medaille wahrte, nahmen sich Hessen und Catalonia durch ein 2:2 gegenseitig die Punkte. Dort wird das Rennen um Platz drei ebenfalls spannend bleiben, und der dreimalige Sieger Russland kann sich der Medaille noch nicht ganz sicher sein.
Positives gab es schließlich auch von der „Dresdner Front“ zu berichten. Der DSC blieb durch den Erfolg von Bodo Starck 2,5:1,5-Sieger gegen Hessen II, während BSW Lok Dresden sogar einen 3,5:0,5-Erfolg gegen die zweite Eisenbahner-Auswahl feiern konnte. Auch für Sachsen gab es beim 2,5:1,5 gegen Rheinland-Pfalz schließlich Grund zum Jubel.



Die Schweizer wahrten mit einem Sieg ihre Titelchancen
2:2 im Kampf der Giganten - Spannung bleibt erhalten
26. Februar 2004

Überraschendes tat sich in Runde fünf der Europäischen Senioren-Meisterschaft im Treff-Hotel. Auf der Bühne hatten die beiden Top-Teams des Turniers, Russland und Deutschland Platz genommen und das Publikum freute sich auf einen spannenden Kampf zwischen den Schach-Stars. Allerdings boten die Russen nach einer Punkteteilung zwischen Anatoli Kremenietsky und Dr. Burkhard Malich auch an den verbleibenden Brettern ein Unentschieden ein. „Das 2:2 ist sicher für uns nicht von Nachteil, sonst hätten wir nicht angenommen.“, meinte der deutsche Team-Kapitän Wolfgang Uhlmann, „Schließlich müssen die Moskauer noch gegen Kortschnois Schweizer antreten.“
Die Eidgenossen mussten zwar gegen die SF Katernberg lange kämpfen, erwiesen sich aber als das stärkere Team. Der 72-jährige Viktor Kortschnoi bezwang zuerst Karl-Heinz Bachmann am Spitzenbrett, dann ließ Dragomir Vucenovic einen weiteren volen Zähler gegen Werner Nautsch folgen. Der einzige Erfolg für die Katernberger gelang Willy Rosen gegen den unglücklich agierenden Hans Karl auf Seiten der Schweiz.



Friedrich Baumbachs Sieg reichte Berlin nicht zum Punktgewinn gegen Norwegen
Berliner können Anschluss nicht halten

Eine Überraschung gelang dagegen den Norwegern, die Berlin in die Schranken wiesen. Beim Stand von 1:2 durch die Niederlagen von Peter Rahls gegen Svein Johannessen und Harald Lieb gegen Erling Kristiansen musste Hermann Brameyer um den vollen Punkt kämpfen. In einem spannenden Endspiel mit knapper Zeit kam er allerdings über einen halben Zähler nicht hinaus – 2,5:1,5 für die Nordländer.
Schließlich ergänzte Phoenix Köln das Verfolgertrio durch einen knappen Erfolg gegen die Schachgemeinschaft Leipzig. Der Matchwinner war für die Rheinländer Efim Rotstein, der sich gegen Manfred Böhnisch am Spitzenbrett durchsetzte. Auch Gottfried Braun konnte in einem vorteilhaften Endspiel nicht für einen Sieg der Sachsen sorgen, obwohl bis kurz vor ultimo gekämpft wurde.
Auch für die anderen Einheimischen war es kein guter Tag heute. Während der Sachsen-Auswahl wenigstens mit vier Unentschieden ein 2:2 gegen die zweite Vertretung Hessens gelang, mussten sich BSW Lok Dresden und der Dresdner SC jeweils mit drei Remis 1,5:2,5 geschlagen geben.
Morgen wird es erneut spannend an der Spitze, wenn die Schweizer im dritten Entscheidungsmatch der „großen Drei“ die russischen Asse herausfordern. Deutschland muss sich an Tisch zwei mit dem Überraschungsteam aus Norwegen auseinandersetzen.



Dramatik zwischen Schweizern und Deutschen
25. Februar 2004

Die Begegnung des Tages fand an Tisch zwei zwischen der deutschen Auswahl und den Schweizern statt, während sich auf der Bühne die ebenfalls dreimal siegreichen Russen mit Berlin duellierten. Ab 9 Uhr klappten besonders am Spitzenbrett die beiden Schachlegenden Viktor Kortschnoi und der Dresdner Wolfgang Uhlmann die Visiere nach unten und lieferten sich ein spannendes Gefecht. Zur Zeitkontrolle liefen zwischen den Eidgenossen und den Deutschen noch alle Partien, während bereits die Entscheidung auf der Bühne gefallen war. Dort hatte Evgeni Vasiukov am ersten Brett auf beeindruckende Art und Weise gegen Peter Rahls gewonnen, und auch seine Mannschaftskameraden sorgten frühzeitig für klare Fronten. Yuri Shabanov und Oleg Chernikov entschieden ihre Partien zum 3,5:0,5 für sich, während wenigsten Friedrich Baumbach der einzige halbe Zähler für die Männer aus der Hauptstadt gelang.
Inzwischen ging das Duell zwischen Schweiz und Deutschland in die entscheidende Phase. Kortschnoi nahm Wolfgang Uhlmann einen Bauern ab und steuerte auf einen Sieg zu. „Eigentlich hatte ich mich bereits aufgegeben“, meinte Uhlmann nach der Partie. In einem wilden Handgemenge mit beiderseitiger Zeitnot nahm der 68-jährige Dresdner seinem Kontrahenten jedoch den Freibauern wieder ab, so dass nichts mehr zu gewinnen war für den weiß spielenden Weltklasse-Mann Kortschnoi. Kopfschütteln verließ er die Szenerie, während inzwischen an Brett zwei Hans Karl bei den Schweizern in schwieriger Lage ohne Not die Zeit überschritten hatte. Die Glückwünsche gingen spätestens an den Sieger Hans-Joachim Hecht, als sich an den beiden verbleibenden Brettern abzeichnete, dass weder Dragomir Vucenovic für die Schweizer noch Burkhard Malich auf Seiten der Deutschen ihre Stellungsvorteile verwerten konnten. Nach dem 2,5:1,5 für die deutsche Nationalmannschaft kommt es also morgen zur vielleicht vorentscheidenden Begegnung mit dem dreimaligen Sieger Russland.
An den Brettern dahinter landeten die Medaillenkandidaten recht deutliche Siege. Aus sächsischer Sicht überzeugte besonders die Schachgemeinschaft Leipzig mit einem deutlichen 3,5:0,5 gegen das „Oranjeteam“ aus den Niederlanden. Einen großen Kampf lieferte der DSC den Norwegern und musste sich nur am Spitzenbrett geschlagen geben, wo Gerhard Schmidt Svein Johannessen unterlag.
Spannung also morgen auf der Bühne im Treff-Hotel: Deutschlnd gegen Russland!



   
Dr. Gottfried Braun nach einen deutlichen Sieg mit Leipzig wieder auf dem Vormarsch   Sie hatten nach der Partie viel zu diskutieren: dramatischer Verlauf zwischen Hans Karl und Hans-Joachim Hecht   Burkhard Malich steuerte ein Remis zum Sieg für seine deutsche Auswahl bei

Yuri Shabanov lächelt: der Petersburger Boris Vager kann sein Endspiel nicht gewinnen, der Sieg geht an Russland
Enge Duelle an der Spitze, aber Favoriten bleiben vorn
24. Februar 2004

Wer Sensationen erwartet hatte, war auch heute falsch im Treff-Hotel – Spannung gab es dagegen erneut zur Genüge auf den 64 Feldern, besonders an den ersten Tischen des Saals. Dort duellierten sich die Topfavoriten auf den EM-Titel mit einigen heißen Medaillenkandidaten, die harten Widerstand zu leisten wussten.
Bei Russland wechselte sich Teamchef Evgeni Bebchuk selber in die Mannschaft und sorgte gleich mit seinem ersten Einsatz für den entscheidenden Siegpunkt. Beim Gegner St. Petersburg konnten in Turmendspielen Viktor Turikov und Prof. Boris Vager diese Niederlage nicht kompensieren, so dass sich die dreimal in Dresden siegreichen Moskauer mit 2,5:1,5 behaupten konnten. Bei der deutschen Auswahl profitierte Wolfgang Uhlmann, der Dresdner Altmeister am Spitzenbrett, von einem kapitalen Fehler von Efim Rotstein. Der Mann von Phoenix Köln verlor eine Figur und die Partie, während seine Teamkollegen über Unentschieden nicht hinauskamen. So war bereits zur Zeitkontrolle alles vorbei.
In diesen Minuten trank Viktor Kortschnoi mit zwei Minuten Bedenkzeit noch gemütlich Tee und schaffte mit den letzten Sekunden auf der Uhr die Zeitkontrolle. Während seine Schweizer Kameraden alle remis gegen ihre Kontrahenten von der Schachgemeinschaft Leipzig spielten, setzte sich der 72-jährige Schachprofi Kortschnoi mit beeindruckender Konsequenz gegen Manfred Böhnisch durch. Mit drei Punkten aus drei Runden mit spannenden und starken Partien bleibt er weiterhin die Attraktion des Turniers.



Rudi Böckenhaupt kämpft mit Rheno-Palatinat hinter den ersten Tischen um Punkte
Berliner ergänzen Favoriten-Trio

Schließlich blieb auch die Berliner Auswahl siegreich. Dort sorgten Peter Rahls und Harald Lieb mit Siegen frühzeitig für klare Fronten. Hamburg gewann zwar noch eine Partie, aber Friedrich Baumbach behielt im Endspiel die Nerven und holte den entscheidenden halben Zähler zum 2,5:1,5-Erfolg der Hauptstädter.
Gut läuft es auch für die einheimischen Schach-Asse. Der Dresdner SC stellte seine spielerische Form gegen die Vertretung aus Baden unter Beweis, gegen die ein 3:1-Erfolg gelang. Die Niederlage von Bodo Starck gegen die Südwestdeutschen konnten seine Kollegen Gerhard Schmidt, Hans Petzold und Peter Kahn mehr als nur kompensieren. Für BSW Lok reichte es durch den Erfolg von Gerhard Neubert zu einem 2:2-Unentschieden gegen Württemberg.
Morgen stehen an den ersten beiden Tischen die ersten ganz heißen Kämpfe an. Spannend wird die Frage werden, welche Teams aus dem Spitzenquartett die besten Karten aus den Duellen untereinander behalten werden.



Auftakt um 9 Uhr beruhigt Favoriten
23. Februar 2004

Ob es die andere Zeit gewesen ist, in der an diesem Montag zuerst die Uhren im Treff-Hotel gedrückt wurden? Auf jeden Fall zeigten sich die Favoriten deutlich erholt vom mehr als aufregenden Start in die Europäische Senioren-Mannschaft am Vortag.
Besonders Russland hatte einen erstaunlich lockeren Kampf gegen Katernberg. Betrachtet man die Ergebnisse der letzten Jahre zwischen diesen Kontrahenten, muss man fast an einen einen Koplex der nominell gar nicht so viel schlechteren Katernberger glauben. Beim 3,5:0,5-Erfolg des Topfavoriten gelang einzig Werner Nautsch ein Unentschieden gegen den dreimaligen Titelgewinner.
Auch die deutsche Auswahl blieb gut ins Schwung. Wolfgang Uhlmann, der Dresdner Altmeister, ließ sich im Großmeisterduell von Orestes Rodriguez nicht überraschen und kam zu einem Unentschieden. Seine Kollegen Hans-Joachim Hecht und Burkhard Malich sorgten mit ihren Erfolgen für ein 3:1 und die zwischenzeitliche Tabellenführung. Ebenfalls 3:1 siegreich blieben auch die Schweizer um Viktor Kortschnoi. Der 72-Jährige glänzte trotz Zeitnot am Spitzenbrett gegen Bernd Rädeker aus Württemberg, so dass die Eidgenossen die Niederlage von Hans Karl gegen Viktor Lainburg leicht kompensieren konnten.
Während Berlin (gleich mit einem glatten 4:0 gegen die Vertretung aus Baden), Phoenix Köln und Sankt Petersburg an der Spitze blieben und morgen für spannende Duelle an den vorderen Tischen sorgen wollen, fiel Norwegen durch ein 1:3 gegen Hamburg schon aus dem Kreis der ersten Anwärter heraus. Erfreulicherweise aus sächsischer Sicht wusste bisher die Schachgemeinschaft Leipzig zu überzeugen, die mit 3,5:0,5 die Salzburger von den Brettern fegte.

Viktor Kortschnoi grübelte zum Auftakt der Senioren-EM erfolgreich für seine Schweizer
Favoriten wackeln, aber Sensationen bleiben aus
22.Februar 2004

Mit großer Energie an die Bretter gingen heute ab 14 Uhr im Treff-Hotel Dresden die Teilnehmer der Senioren-Mannschafts-Europameisterschaften. Nach den Eröffnungsworten von Dr. Dirk Jordan und Dr. Gerhard Schmidt vom Ausrichter waren offenbar die Außenseiter vor allem an den vorderen Brettern gewillt, den Favoriten ein Bein zu stellen.
In dieser Rolle gaben auch zwei Teams aus der Gastgeberstadt eine gute Figur ab. Während sich BSW Lok Dresden gegen die Auswahl Deutschlands seiner Haut zu erwehren hatte, kämpfte einen Tisch dahinter der Dresdner SC gegen die Schweiz mit Schachlegende Viktor Kortschnoi um jeden Punkt.
Dabei gerieten vor allem die Eidgenossen in gefährliches Fahrwasser, da sie nichts aus ihren zwei Weißbrettern herauszuholen wussten. Nach den Unentschieden der Dresdner Manfred und Peter Kahn verpasste ihr Mannschaftskollege Prof. Hans Petzold die Gelegenheit zum vollen Zähler gegen Dragomir Vucenovic. Damit avancierte schließlich der Wahlschweizer und „Schach-Profi“ Viktor Kortschnoi zum Matchwinner für seine Farben. Der 72-jährige rang in einem spannenden Kampf Gerhard Schmidt nieder, der an einer Stelle die optimale Fortsetzung verpasste. Ein knappes 2,5:1,5 ließ den Mitfavoriten erleichtert aufatmen.
Weniger schwer taten sich die deutschen Nationalspieler. Angeführt von einem starken Wolfgang Uhlmann, der am Spitzenbrett Dr. Manfred Schwier überspielte, fanden auch seine Auswahlkollegen gut in die Partie und blieben schließlich alle siegreich zum 4:0-Endstand.



Der Topfavorit zum Auftakt in Nöten: für Russland sicherte Oleg Chernikov im Vordergrund den mühevollen Auftaktsieg


Ähnliche Erfolge hatten sich wohl auch der unter dem Namen Russland spielende dreimalige Titelgewinner von der „Schachakademie Moskau“ versprochen. Die Männer aus der Kreml-Metropole mussten eine Niederlage ihres Spitzenbrettes Evgeni Vasiukov gegen Detlef Neukirch von der DBAG/BSW hinnehmen. Zwar kamen sie durch Siege von Senioren-Weltmeister Yuri Shabanov und Oleg Chernikov wieder in Vorderhand, aber bei Anatoli Kremenietzky an Brett vier schien kaum noch etwas möglich. Allerdings wusste der Russe sein verlorenes Endspiel gegen Günther Koksch zäh zu verteidigen und wurde mit dem entscheidenden halben Zähler zum knappen 2,5:1,5-Sieg seines Teams belohnt.
Mehr oder weniger sicher wussten alle anderen Medaillenkandidaten sich ihres Aufgaben zu entledigen. Allein die Isländer gaben beim 2:2 gegen die Vertretung aus Sachsen bereits den ersten Zähler ab.
Ein typisches Bild also im Treff-Hotel Dresden in der Auftaktrunde: Die Favoriten wackelten, fielen aber nicht!



News
18.07.2010
In der 8. Runde konnte sich der sehr stark spielende Georg Meier gegen den Iraner Ehsan Ghaem-Maghami durchsetzten.In der letzten Runde schenkte er Ghaem-Maghami jedoch den Sieg.Nun musste die Entscheidung im Tiebreak gefunden werden.Die erste Tiebreak-Partie entschied wiederrum Georg Meier für sich und ging so mit einem guten Rückhalt in die zweite Partie.In dieser riskierte Ghaem-Maghami alles opferte sogar einen Turm, aber es reichte nicht zum Ausgleich.Damit feierte Georg Meier einen verdienten und ungefährdeten Tuniersieg.
Georg Meier setzt sich durch!
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