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| Ohne sie keine Sieger - Dr. Gerhardt und Dr. Helga Schmidt |
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Dieses war der erste Streich...
Klaus Lais
...und der zweite folgt sogleich.
Die Europameisterschaften der Seniorenmannschaften endeten mit Favoritensiegen. Am letzten Turniertag standen die an Setzlistenplatz Eins eingeschriebenen Russen aus dem vorkaukasischen Rostov bereits als Sieger fest. Da verwunderte es nicht, dass bereits nach wenigen Zügen an allen Brettern der Begegnung gegen Odessa ein Remis vereinbart wurde. Das sieht niemand gerne - weder Veranstalter, noch Presse, noch die weiteren Teilnehmer. Zu verhindern ist es leider nicht.
Odessa sicherte sich mit diesem 2:2 endgültig den dritten Platz. Allerdings war das für den Turnierausgang nicht alleine spielentscheidend, denn die Schweiz mit Viktor Kortschnoi an Eins hätte mit einem Sieg gegen die SG Leipzig aus eigener Kraft noch Dritter werden können. Leipzig erreichte jedoch wie gegen Deutschland ein 2:2. Zwischen Rostov und Odessa - Setzlistenplätze 1 und 3 - setzte sich Central District Moskau, gestartet auf 2. Nach einer Reihe von knappen Siegen verlor Moskau gegen Rostov und gab später (wie Rostov auch) einen Punkt gegen Deutschland ab.
In der Endabrechnung wurde nach der Schweiz aber nicht mal Deutschland Fünfter, sondern Wien (!), die gar keiner auf der Rechnung hatte. Die Österreicher hielten sich das ganze Turnier über im Dunstkreis der Führenden auf, ohne je gegen die Stärksten gepaart zu werden. Mit einem furiosen 3:1 gegen Niedersachsen am Schlusstag wurden die Hauptstädter noch Fünfter. Dann erst Deutschland, die ebenfalls sehr starken Salzburger mit noch größerem Sprung gegenüber der Setzliste (von 21 auf 7) und die SG Leipzig.
Damit geht nun auch die IX. Senioren-Mannschafts-Europameisterschaft zuende. Dankende Worte und Worte der Bewunderung gab es zum Schluß nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch von oberster Stelle. Der Referent für Seniorenschach der ECU, Per Ofstad, drückte in seiner abschließenden Rede sein Dankeschön vor allem an das Organisatorenteam, allen voran natürlich der Familie Schmidt, für ihren unermüdlichen Einsatz und die tolle Ausrichtung des Turniers. "Es war das wahrscheinlich beste Turnier das wir bisher hatten. Deutschland hat einen hohes Niveau gesetzt, und es wird keine leichte Aufgabe für nachfolgende Veranstalter, diesem Standard gerecht zu werden", so Ofstad. Aber daran denken wir erst in 13 Monaten. Denn das Jubiläum im nächsten Jahr wird - selbstverständlich - nochmamls in Dresden ausgetragen. Hoffentlich können wir dann auch wieder Herrn Robert Wade begrüßen. Der Engländer, welcher bereits zum sechsten Mal an diesem Turnier teilgenommen hat, wurde als ältester Teilnehmer ausgezeichnet und erhielt ein signiertes Buch von Wolfgang Uhlmann. Sein Wunsch: er wäre gern der jüngste Teilnehmer, nicht der älteste....Wahrscheinlich schwer realisierbar, trotz aller Bemühungen um die Ausbweitung des Seniorenschachs.
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Das russische "All Star"-Team - alle Sieger kamen aus Russland
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Herrentoiletten, Fanpost und Reklamationen
Antje Jurke
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Mit Adleraugen schleichen sie durch die Spielsäle und ihnen entgeht nicht das kleinste Geschehen. Ihr meistgesagtes "Wort" der vergangenen Tage war ein langezogenes, energisches " Sch!" Sie sind überall und immer da. Ohne sie wäre das Turnier nicht durchführbar. Und: mit großer Wahrscheinlichkeit trifft man sie auf der Herrentoilette....aber Fanpost bekommen sie nie. Die Rede ist von den Schiedsrichtern, und hier darf man sich trotz aller Gleichstellungsbemühungen die weibliche Form sparen. Zumindest in 95% der Fälle. Denn nur rund fünf von hundert Schiedsrichtern sind weiblich. In Sachsen gibt es derer vier.
Und wie sieht ihr Tagesablauf aus? Kontrolle der Bedenkzeiten,Erinnerungen an die Mitschriftpflicht, Kontrolle der Partieformulare, für Ruhe im Spielareal sorgen. Die längste Partie dieses Turniers dauerte 164 Züge, oder etwa sieben stunden.Doch für "Die Drei von der Bühne" fing die Arbeit dann erst richtig an. Auswertung und Eingabe der Partieergebnisse in die omputer,Neuauslosungen, Wiederherrichten der Spielstätte inklusive Stellen der elektrischen Uhren, und hier und da muss auch mal eine liegengebliebene Kaffeetasse vom Tisch bgeräumt werden. Alles in allem jedoch eine angenehme Tätigkeit, die sich Haupstschiedsrichter Werner Schreyer (Internationaler Schiedsrichter) und seine Assistenten Herr Egmont Pönisch (Internationaler Schiedsrichter) und Herr Sven Baumgarten (Regionaler Schiedsrichter) da ausgewählt haben. "Die Senioren sind, zum großen Teil, sehr pflegeleicht. Es gab bisher kaum Zwischenfälle und die Partien verliefen sehr fair", erklärt Egmont Pönisch. Sein Nebenmann Sven Baumgarten ergänzt, "Am unauffälligsten sind die weiblichen Teilnehmer." Eingreifen mussten sie selten. Wenn doch dann handelte es sich meist um Reklamationen, wie beispielsweise im Fall von GM Chernikov, der irrtümlicher Weise "drei mal gleiche Stellung" reklamierte. Saalverweisungen gab es dagegen noch keine. Auch wenn einige Unruhe stiftende Zuschauer es manchmal verdient hätten. Oder einige Teilnehmer. Andere wiederum lassen sich durch nichts beunruhigen, schon gar nicht durch laute Unterhaltungen, die sie trotz Hörgerät noch als Flüstern wahrnehmen. Schreiende Enkel oder Anfeuerungsrufe der Ehegattinnen stellen ebenfalls kein Problem dar, kommen aber auch so gut wie nie vor.
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Schiedsrichter bei der Arbeit: S.Baumgarten, E.Pönisch, W.Schreyer (v. links)
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Deutschland trotzt Moskau ein Unentschieden ab
Klaus Lais
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Wäre das Unentschieden gegen die Stadtauswahl aus Leipzig nicht gewesen - Deutschland hätte um Gold mitspielen können. Stark genug war die Nationalmannschaft mit dem Dresdner Wolfgang Uhlmann auch heute gegen die Favoriten aus Moskau. Wie gegen Rostov erkämpften die Deutschen im Schlagerspiel des Tages ein Unentschieden. Alle vier Partien endeten Remis. Damit wahrt die deutsche Auswahl ihre Chance auf Bronze, aber für Gold und Silber reicht es nicht mehr. Letztendlich macht Wolfgang Uhlmann sich natürlich Vorwürfe wegen seines Übersehers gegen die Katalanen, als ihm entging, dass er in wenigen Zügen die Partie gewinnen konnte. Stattdessen gab er in Bedrängnis und Zeitnot die Partie auf und Deutschland verlor das wichtige Match. Das kann passieren, doch das Remis gegen Leipzig schmerzt fast noch mehr. Rostov überspielte heute Niedersachsen sehr souverän und steht bereits jetzt - unabhängig vom Ausgang der Partie morgen - als Sieger des Turniers fest. Das Turnier wird im sogenannten Schweizer System gespielt, in dem nur Tabellennachbarn gegeneinander kommen. So wird Rostov wohl morgen gegen die Schweiz antreten. In insgesamt 32 Partien gaben die vier Spieler aus Südrussland gerade mal zwei Partien verloren und werden so verdient Erster. Der eigentliche Star des Turniers, der Seniorenweltmeister Viktor Kortschnoi schickt sich an, der beste Einzelspieler des Turniers zu werden. Auch der Katalane Rodriguez ist dafür ein Kandidat, beide treten sogar an Brett Eins an. Die Siegerehrung ist für Samstagmittag, 15 Uhr 30 vorgesehen.
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Spielbetrieb unter der ZMD-Flagge
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| Professor Clemens mit gewinnendem Lächeln über seiner Triumphpartie |
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Mit eiligen Schritten zur Spitze - Rostov unaufhaltsam
Antje Jurke
Nach dem vorgezogenen Topspiel in der 6. Runde, bei dem Rostov gekonnt und sicher einen Sieg gegen Moskau einfahren konnte kam die heutige Paarung den Rostover Russen wie eine Erholungskur entgegen. Sie mussten gegen Katalonien ans Brett. Die stolzen „Nichtspanier“ kämpften bis zu letzt und mussten sich dennoch geschlagen geben. Übung macht bekanntlich nun mal den Meister, und im Siegen scheinen die Teammitglieder aus Rostov unaufholbar viel Übung zu haben. Aber auch Moskau lässt sich nicht unterkriegen und zieht im Gleichschritt mit. Heute gewann das Team Katernberg deutlich mit 3:1. Da nützte auch die Ausdauer von Willy Rosen nichts, der schon zum zweiten Mal „wie ein Löwe“ kämpfte und trotzdem das Nachsehen hatte. Das deutsche Team von Uhlmann und Co schien nach verpatzter sechster Runde gegen Katalonien am heutigen Tag weitaus motivierter zu sein. Mit ihrem Sieg gegen die Berliner Auswahl hangelten sie sich wieder an Odessa heran und verweilen die Nacht über auf Platz vier. Mit viel Optimismus ist auch eine Medaille für die Deutschen noch drin, wenn auch schwer. Ein Sieg gegen Moskau morgen würde dazu alle Türen wieder öffnen. Die „Mehlmänner“ (Zitat Schiedsrichter Egmont Pönisch, da im sächsichen „Mehl gehabt“ soviel heißt wie Glück haben“) des Turniers sind definitiv die Spieler aus Niedersachsen, die sich Runde für Runde mehr Punkte erkämpfen und den Mannschaften der Top 10 die Plätze streitig machen. Nicht einmal vor bewährten Großmeistern zeugen sie Respekt. Eiskalt schlug Professor Dr. Christian Clemens gegen den russisch-israelischen Großmeister Jacob Murey, der damit ganz und gar nicht einverstanden war und die Zuschauer im Anschluss an die Partie mit einer Reihe „plausibler“ Erklärungen für seine Niederlage versorgte.
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Mr. Murey "Mürrisch" - kritisch beäugt von seinem Nachbarn
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| Schachspieler in der Schraubzwinge |
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Auf einem etwa einstündigen Rundgang in und um die Hellerauer Werkstätten erfuhr man viele Details über das Leben und Schaffen von Karl Schmidt und konnte sich zudem vor Ort die typischen Wohnhausanlagen nach dem Konzept Schmidts anschauen, welche er damals für seine Angestellten und Arbeiter bauen ließ. Eine gelungene Expedition, die alle Teilnehmer begeisterte und sicher in dem kulturellen Rahmenprogramm der nächsten Jahre einen festen Platz finden wird.
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Das Leben der "Spielerfrauen"...
Antje Jurke
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Während ihre Männer mehr oder weniger fleißig schwarze und weiße Klötzchen hin und her schieben warten etwa... Gattinnen auf den ersten Bus der Linie 75, der sie ins Dresdner Zentrum, und damit 'zurück ins Leben' bringen kann... Über das Leben der Frauen und Freundinnen von Fussballspielern haben wir im Jahr der WM dank der allgegenwärtigen Medien viel lernen können, doch wahrscheinlich interessiert das die Schachfanatiker auf dieser Welt reichlich wenig. Schon eher, was die weiblichen Begleiter der schachspielenden Elite während der Europameisterschaft so treibt. Nun ja, nach meinen Recherchen ist klar, dass diese die Kreditkarte ihrer Männer wohl nicht gar so immens beanspruchen. Shoppingtrips in der City gehören natürlich für jede Frau dazu, doch viel höher im Kurs stehen Besuche der Semperoper oder anderer Theaterhäuser der Stadt sowie Museen. Einige derer, die jedes Jahr ihren Weg nach Dresden finden, sind inzwischen sogar im Besitz einer Jahreskarte, um möglichst viele davon begehen zu und dabei noch Geld zu sparen... ein Wort das in Fussballerfrauenkreisen wahrscheinlich eher selten fällt. Da so ein Spaziergang durch Dresdens berühmte Räume anstrengt findet sich die ein oder andere Dame danach in einem Kaffee ein um eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen zu genießen. Auch kennt man sich untereinander inzwischen, und da Essen in Gesellschaft mehr Spaß macht sind die Frauen des öfteren auch in kleineren Gruppen unterwegs. Sprachbarrieren werden dabei geschickt umgangen. Doch all diese Annehmlichkeiten erlauben sich die Gattinnen erst, wenn sie ihre Männer gut versorgt wissen. Jeder hat seine kleinen Vorlieben und eingeschliffenen Rituale auf die Rücksicht genommen wird von den Frauen, schon allein aus dem Grund am Ende einer vergebenen Partie nicht die Schuld davontragen zu müssen. So bringt Frau Korchnoi täglich um halb zwölf die alltägliche Tasse Kaffee, mit Milch und drei Stück Zucker sowie einer Praline (die aber bloß nicht auf der Untertasse des Kaffees da sie sonst schmilzen würde). In den vergangenen Jahren konnten die Frauen außerdem von dem vielseitigen kulturellen Rahmenveranstaltungsangebot profitieren, welches zumeist vormittags vonstatten lief, was von einigen Herren neidisch akzeptiert wurde. In diesem Jahr nun hatte Organisatorin Frau Dr. Helga Schmidt scheinbar Mitleid mit den Herren und verlegte die Fahrten auf die Nachmittage, so dass auch die Männer etwas vom schönen Dresden zu sehen bekommen.
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| Die einen schauen gespannt ihren Männern über die Schulter... |
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...während Frau Brameyer und Frau Uhlmann ein Schwätzchen beim Kaffee halten... |
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...und Frau Korchnoi sich mit Zeitungslektüre ablenkt. |
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Moskau, ein Schachmärchen?
Antje Jurke
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Das deutsche Team machte einen müden Eindruck nach dem gestrigen schweren Kampf gegen Rostov. Dieser hatte wohl Spuren hinterlassen in den Köpfen der Spieler, und so wollte heute kein rechter Schwung in die Partien gegen Leipzig kommen. Letztendlich war es Malich, der Deutschland in ein erneutes Remis retten konnte. Vortagsgegner Rostov hatte die Nacht hingegen offensichtlich zur Regeneration nutzen können und erreichte zumindest drei Remis gegen die Schweiz. Ihrem Mitstreiter Zakharov hatten sie es am Ende zu verdanken, dass sie ihre Siegesserie von Beginn des Turniers fortsetzen konnten. Ebenso die Männer aus Moskau, die nach anfänglichen Startschwierigkeiten inzwischen in Fahrt gekommen sind und mit großen Schritten auf einen Turniersieg zuschreiten. Ihre Zwischenbilanz fällt demnach vollkommen zufriedenstellend aus, da sie sich im moment auf dem 1. Platz wiederfinden. Was nicht heißen soll das Odessa klein bei gab. Mit drei Remis hielten sie gut mit und landeten am Ende des Tages auf einem völlig gerechtfertigten dritten Platz. Auch die Gäste aus Lissabon scheinen etwas Aufwind zu verspüren, immerhin konnten sie sich nach zwei eingefahrenen Siegen sowie einem Remis auf Tabellenplatz 41 wieder. Die Zuschauer können sich nun auf eine spannende sechste Runde freuen, die wahrscheinlich bereits das Endspiel vorausnimmt: Moskau gegen Rostov am Don.
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| Rostovs Tseshkovky nutzte die Nacht zur Erholung um heute siegessicher ins Rennen zu gehen |
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Yuri Shabanov hatte es heute nicht leicht gegen Mark Tseitlin (Odessa) |
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Auch Portugal schlug sich wacker und katapultierte sich auf Rang 41 |
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Viktor Kortschnoi (Schweiz/links) hätte gegen Evgeni Vasiukov (Moskau/rechts) siegen müssen, um den Schweizern dieNiederlage zu ersparen. Aber das wurde nichts.
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Tatort: Tisch 10, Brett 2. Tatzeit: 17. Februar 2007, Nachmittag. Täter: A. Crombleholme…
Antje Jurke
Das erste unerwartete Highlight der Euro trug sich am 3. Spieltag zu. Obwohl in besserer Stellung verdarb der Engländer Alan Crombleholme seine Chance in ein Remis und musste letztlich eine klägliche Niederlage einstecken. Unter den Augen vieler gebannter Zuschauer, die sich um den Tisch des Engländers und seinen Gegenspieler Wolfgang Lenk versammelt hatten, kam Crombleholme in Zeitnot und verlor unglücklich durch Zeitüberschreitung. Für seine Mannschaft bedeutete diese Niederlage ein Abrutschen auf Platz 40. Einen positiven Höhepunkt gab es indes für das Team Deutschland, dessen Mitspieler Burkhard Malich an Brett vier glorreich gegen Erich Krüger (SF Katernberg) gewinnen konnte und seiner Mannschaft damit den entscheidenden Punkt zum 2 ½ zu 1 ½ zu sichern. Tabellenführer Rostov am Don bleibt weiterhin vorn und ging souverän mit vier Siegen gegen Berlin in die Historie des Turniers eingehen. Auch Viktor Korchnoi konnte seinen Siegeszug fortsetzen. Durch einen Triumph gegen Heikk Westerinen bleibt er weiterhin ungeschlagen.
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| Urige Gemütlichkeit |
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Auf einer etwa einstündigen geführten Tour durch die zahlreichen Zimmer der Anlage erfuhren sie interessante Geschichten rund um die Entwicklung des ehemaligen Wohnsitzes der Adelsfamilie von Bünau in Sachsen. Beeindruckend war insbesondere die anliegende Brauerei. Nach 136 Jahren „Betriebspause“ hat uns der neue Braumeister heute zu einer zünftigen Runde im Bierkeller empfangen. Bei Grillhaxe und Fettbemme schmeckte das selbstgebraute Schwarzbier gleich doppelt so gut.
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| Wolfgang Uhlmann in Denkerpose |
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Schach nur Nebensache am 2. Spieltag
Antje Jurke
Die Turnier begann am zweiten Wettkampftag so, wie der erste Tag endete. Wenig Überraschungen, statt dessen viele bestätigte Leistungen der Favoriten. Einzig Mecklenburg-Vorpommern hätte am Freitag Abend für eine kleine Sensation sorgen können. Das an 36. Stelle gesetze Team reizte an Brett 3 die komplette Spielzeit in Erwartung eines Sieges gegen den Zehntplazierten Hessen aus um sich dann trotz Überzahl an Bauern nur auf ein Remis retten konnte. Tapfer geschlagen hat sich unterdessen bisher Dresdens Legende Wolfgang Uhlmann. Der einundsiebzigjährige begann gloreich mit einem Sieg am 1. Spieltag und auch am zweiten Tag erreichte sein Gegner lediglich ein Unentschieden. Verständlich auch, dass bei strahlendem Sonnenschein die Gedanken einiger Spieler wohl dann und wann zu den geplanten Unternehmungen am Nachmittag abschweiften. Wie jedes Jahr so hat sich auch diesmal Frau Dr. Helga Schmidt im Voraus den Kopf zerbrochen um den weltbereisten Teilnehmern Dresden und die Region näher zu bringen und ihnen die schönsten Plätze der Umgebung zu zeigen. Ein abwechsulungsreiches kulturelles Rahmenprogramm führt uns heute auf Schloss Weesenstein.
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Spielsaalüberblick
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Anerkennung und Auszeichung zur Eröffnung des Turniers
Antje Jurke
Um 14.03 Uhr war es dann so weit; Schachspieler und interessierte Zuschauer fanden sich im großen Spielsaal des Hotels ein um gebannt den Grußworten der anwesenden Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, dem Deutschen Schachbund, der ECU sowie dem Generaldirektor des gastgebenden Ramada-Hotels zu lauschen. 240 Teilnehmer aus 12 Nationen, darunter 14 Großmeister, haben erneut den Weg nach Dresden gefunden und wollen in den nächsten 8 Tagen beweisen, dass sie noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehören, sondern mit der von Herrn Dr. Hochgräfe, Vizepräsident des Deutschen Schachbundes, gelobten Vitalität bei der Sache sind. Auch Herr Jan Burghard, Direktor des Ramada-Hotels und seine Angestellten freuen sich, auch dieses Jahr wieder viele Schachgäste in ihrem Hause begrüßen und bewirten zu können. Es sei immer wieder eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Touristen und eine optimale Okkasion den Gästen das umfangreiche Serviceangebot des Hotels näher zu bringen, so Burghard. Ein besonderes Highlight des Events ereignete sich schon zu Beginn. Schachfreund Klaus Gohde wurde für seine Verdienste um den Schachsport in Deutschland mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Schachbundes ausgezeichnet. Pünktlich 14.30 Uhr wurde es dann für alle Teilnehmer Zeit sich zu ihren Plätzen zu begeben, um die erste Runde des Turniers zu eröffnen.
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| Captains der englischen Mannschaften |
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Appell an sportliche Fairness zum Captain's Meeting
Antje Jurke
Auch wenn der heutige Turniertag für die Spieler erst 14.00 beginnen wird, die Mannschaftsleiter mussten sich nach einem für viele ereignisreichen gestrigen Anreisetag schon 10.00 Uhr zum Captain’s Meeting einfinden. Dr. Jordan, Präsident des ZMD Schachfestivals, sowie Dr. Gerhard Schmidt, Turnierleiter, begrüßten ganz herzlich alle 52 Teams, besonders diejenigen, welche zum ersten Mal an diesen bereits neunten Meisterschaften hier in Dresden teilnehmen. Nach einigen einleitenden Worten der Ausrichter gab es eine rege Diskussion um die neuen FIDE-Regelungen zum Rundensystem sowie der Bedenkzeit, die schon jetzt so manchem Bedenken machten. Ausrichter und Mannschaftsleiter appellierten zudem an sportliche Fairness und wünschten sich gegenseitig einen erfolgreichen Wettkampf. Spieler und Betreuer freuen sich auf eine an die Erfolge der letzen Jahre anknüpfende Turnierwoche als Generalprobe für das 10-jährige Jubiläum im nächsten Jahr.
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Teamleiter Norwegen II und III
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News |
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Aktueller Turnierstand |
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Stiller Don Rostov |
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Central DC Moskau |
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VIS Odessa (Israel) |
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Schweiz |
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Wien |
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6 |
Deutschland |
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7 |
Salzburg |
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SG Leipzig |
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9 |
Hessen |
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10 |
Berlin |
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Sponsoren |
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Partner |
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