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Die 10 Besten im Dresdner Porzellan-Cup 2007
Bartosz Socko mit dem Dresdner Porzellan-Mädchen
Socko wird Favoritenrolle gerecht und füllt Reisekasse auf
Antje Jurke & Falk Sempert

Nach einem ereignisreichen ersten Turniertag gab es wenig berichtenswertes am Morgen des zweiten Tages. Interessant wurde es für Spieler und Zuschauer erst zum Ende der Halbfinal-Runde, die nicht nur mit einem Remis zwischen Vladimir Epishin und Artur Jussupow sondern auch zwischen Robert Kempinski und Bartosz Socko abschloss. Beide Paare trafen sofort im Anschluss nochmals im Tie-Break aufeinander, in der die jeweils erfahreneren Großmeister ihre Überlegenheit demonstrieren konnten und taktisch geschickt ins Finale einzogen. In der Endrunde standen beziehungsweise saßen sich somit der an erster Stelle gesetzte Socko gegen Epishin gegenüber, welcher Ausgangs „nur“ als fünfter hinter Jussupow und dem am Vorabend überraschend ausgeschiedenen Gagunashvili angesetzt war.



Das Halbfinale im Tiebreak des Cups 2007


Unter den wachsamen Augen zahlreicher Beobachter und den blitzenden Lichtern vieler Kameras, die sich ganz bestimmt nicht nur für das raffinierte „Dresden“-Schachspiel der Porzellan-Manufaktur interessierten, ereigenten sich zwei an Dramatik kaum zu überbietende Partien. Zweimal resultierten sie zum Glück der Zuschauer in einem Remis. Denn dann kam der show down. Handicap-Blitz mit Pflichtsieg für Weiß, per Los Bartosz Socko.
Dieser griff mit ungemeinem Ideenreichtum Epishins König an, so dass dieser nach vielen Materialverlusten schließlich die Niederlage akzeptierte. Bartosz Socko empfing damit als Elfter den begehrten Pokal aus den Händen des Dresdner Porzellanmädchen. Im Cup der Landeshauptstadt konnte nach zwei Schlusssiegen GM Tomasz Markowski (Polen) den Pokal der Landeshauptstadt Dresden verteidigen.




Die neue Schöpfung der Dresdner Porzellan-Manufaktur "Der Fischer und seine Frau"
Der Pokal 2007 aus Dresdner Porzellan
Schach „tobt“ in Dresden – Beziehunge auf Abwegen zum XI. Porzellan-Cup in Dresden
Antje Jurke & Falk Sempert

Deutschland erlebt stürmische Zeiten. Doch während es draußen windet und weht herrscht im Philharmonie-Saal des Dresdner Ramada-Hotels angespannte Stille. Hochkonzentriert sitzen die 185 Schachbegeisterten aus aller Herren Länder an ihren Brettern, um möglichst viele Schachmatts zu fabrizieren beim Kampf um den Siegerpokal des nunmehr schon XI. Porzellan-Cups und des Pokals der Landeshauptstadt Dresden.
Als Favorit galt der mit einer ELO-Zahl von 2632 gestartete polnische Schachgroßmeister Bartosz Socko, der auch nach der vierten Runde das Starterfeld souverän anführte. Bereits nach der dritten Runde mussten ganze sechs Titelträger ihr Können aufgrund ihrer Remis im Tie-Break beweisen, darunter Dresdens Schachlegende Wolfgang Uhlmann und die weibliche Hoffnungsträgerin Elisabeth Pähtz. Die nächste große Überraschung erfolgte schon in der anschließenden vierten Runde, als es der 16-jährige Falko Bindrich an Tisch 2 gegen den an zweiter Stelle gesetzten georgischen Großmeister Gagunashvili ins Tie-Break schaffte und ihn dann beachtlicher Weise besiegte. Ebenso erging es Elisabeth Pähtz, die es ihrem Freund gleichtat und auch in der vierten Runde scheiterte, ganz zur Freude ihres Gegners Robert Kempinski (GM).



Bühne im Turniersaal


Nach der Halbzeit sind im Cup noch sieben Großmeister und Ferenc Langheinrich übrig, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Pokal machen können. Der Noboby ist darunter ist sicherlich der Erfurter Langheinrich. Er schaltete mit Zigurds Lanka und Georg Mier bereits zwei internationale Titelträger aus. Gescheitert ist auch im dramatischen Tie-break der Dresdner IM David Lobzhanidze, der in Sekunden ein Matt übersah und aus lauter Gram darüber die Partie noch verschenke.

Es bleibt also die zweite Halbzeit am Sonntag, um eine Klärung der Fronten zu bringen, bis sich gegen 16.30 Uhr der Sturm im RAMADA Hotel Dresden ganz legen wird.



News
13.08.2010
Am 18. September 2010 findet das Open Integration Dresden statt. Dazu ist die Ausschreibung veröffent- licht.
Anmeldung zum Open Integration Dresden
Aktueller Turnierstand
Bartosz Socko
Vladimir Epishin
Tomasz Markowski
Robert Kempinski
Igor Glek
Pawel Jaracz
Artur Jussupow
Stelios Halkias
Georg Meier
10  Sergej Kalinitschew
Sponsoren
ZMD Dresden
Sächsische Porzellan-Manufaktur Dresden
RAMADA Hotel Dresden
Partner
Euroschach Dresden
Grafikdesign Uta Büttner

Landessportbund Sachsen e.V.
European Chess Union
Dresdner Schachbund e.V.
 

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