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| Mit Porzellan-Figuren beschäftigt und am Ende Sieger: Top-GM Viktor Bologan |
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Bologan am Ende mit mehr Kampf als Glanz
Marco Held
Keinen guten Beginn nahm der Tag für Lokalmatador Jens-Uwe Maiwald Sonntag früh um neun gegen den Top-Favoriten Viktor Bologan: Gerade noch überaus zufrieden mit der gelungenen Vorbereitung musste er kurz darauf nach einem Fehler den 0:1-Rückstand hinnehmen. Dies mit den weißen Steinen in der folgenden Runde zu egalisieren versuchte der 30-jährige zwar – allein war das Bemühen nicht von Erfolg gekrönt. Bologan ließ keine Verkomplizierung der Position zu und sicherte mit einer Zugwiederholung den Einzug ins Finale ab. Dort sollte der Moldawier überraschend nicht auf den Vorjahressieger Jurij Zezulkin, sondern auf dessen Gegner im Semifinale, Leonid Voloshin, treffen. Zezulkin hatte sich im Vertrauen auf seine Blitzschach-Stärke mit zwei sehr schnellen Unentschieden in den Schnellschach-Begegnungen einen Bärendienst erwiesen. Plötzlich musste er mit den weißen Steinen auf Sieg spielen und misshandelte dann noch ein gewinnträchtiges Turmendspiel – Unentschieden und Aus in der Vorschlussrunde. Der Weg der beiden Verlierer Maiwald und Zezulkin führte in den „Pokal der Landeshauptstadt“ im Schweizer System, wo die zuvor ausgeschiedenen 124 Aktiven um den Platz hinter den beiden Finalisten kämpften, der nochmals eine erkleckliche Siegprämie versprach. Die Augen der Zuschauer richteten sich jedoch vornehmlich auf Tisch eins, wo inzwischen die „Anima mechanica“-Figuren, kunstvoll aus Porzellan gefertigt, auf ebensolche Felder aus dem „weißen Gold“ gestellt wurden. Erst noch zweifelnd und erstaunt ob des ungewöhnlichen Aussehens der wertvollen Spielsteine erarbeitete sich Bologan mit den weißen Steinen Vorteil, der jedoch nach einem Rechenfehler im Dauerschach mündete. Auch in der zweiten Begegnung konnte der mit über 200 ELO-Punkten mehr auf dem Konto haushohe Favorit aus Moldawien eine etwas bessere Stellung nicht umsetzen. „Mein Gegner verteidigte sich in dieser Situation sehr stark!, meinte er später anerkennend.
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| Um dieses edle Stück wurde hart gekämpft: der Pokal aus Dresdner Porzellan |
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Zwei Finalisten in der Verlängerung
Während er auf die Blitz-Entscheidung sicher gern verzichtet hätte, witterte Kontrahent Voloshin seine Chance und das Publikum ein spannendes Spektakel. Diesmal war es der Tscheche, der sogar eine Weile am Drücker schien – jedoch musste er mit den weißen Steinen spielend auch die Partie für sich entscheiden. Schließlich erwies sich unter den Augen seiner Frau und zahlreicher Zuschauer, die das Geschehen auf dem Demo-Brett verfolgen konnten, der Top-GM aus Moldawien als der stärkere Rechner, kombinierte Voloshin die Dame weg und schaffte mit blitzartiges Zügen wieder ein kleines Sekundenpolster, dass ihm die erfolgreiche Suche nach dem Matt erlaubte. Der entscheidende Punkt stand fest und damit der erste Turniersieg 2005 für Viktor Bologan! „Ich freue mich sehr, auch wenn ich hier der große Anwärter auf den Sieg war. Im ganzen Jahr 2004 gelang mir kein einziger Turniersieg – umso schöner, dass der Start in das neue Jahr hervorragend gelungen ist.“, meinte er nach der Siegerehrung. An den Brettern dahinter kämpften besonders der Polen Lukasz Cyborowski und Alexander Delchev verbissen um den ganzen Punkt. Erst als nur noch zwei Könige und eine Leichtfigur verblieben war, willigte der Bulgare Delchev in die Punkteteilung ein, die ihn in einem Quartett Platz 6 nach Wertung brachte. Den zweiten Poakl des Turniers gewann der polnische Nationalspieler Tomasz Markowski, der als einziger in der Schlussrunde gegen Jens-Uwe Maiwald (am Ende auf Rang 8 als bester Dresdner) siegreich blieb. Nach Wertung setzte sich im Feld der Spieler mit 7 Zählern Jurij Zezulkin vor Lukasz Cyborowski durch. Ein starkes Ergebnis gelang dem erst 11-jährigen Falko Bindrich vom Dresdner SC, der mit 6,5 Zählern und Platz 12 noch zwei Ränge vor Elisabeth Pähtz einreihte. Altmeister und Schach-Legende Wolfgang Uhlmann warfen zwar zwei Niederlagen zum Abschluss des Turnieres noch auf Rang 39 zurück – dennoch konnte der 69-jährige über Rang zwei in seiner Leistungs- und Alterskategorie lächeln.
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| Jens-Uwe Maiwald schaffte als einziger Dresdner den Sprung ins Halbfinale |
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Kampf und Dramatik prägen ersten Tag des Porzellan-Cups
8. Januar 2005
Zahlreiche Nachmeldungen direkt vor Turnierstart sorgten zwar für eine leichte Verspätung von Runde 1 des Porzellan-Cups, brachten jedoch mit einer Steigerung auf 128 Aktive eine für das K.O.-Swiss-System optimale Teilnehmerzahl. Erwartungsgemäß gab es die ersten größeren Überraschungen erst in Runde drei, wenngleich ein junger Spieler von TU Dresden mit einer DWZ von 1400, Patrick Marsel, mit zwei Erfolgen mächtig aufhorchen ließ. Dazu gehörte nicht das Ausscheiden von Wolfgang Uhlmann, der Dresdner Schach-Legende. Am Spitzenbrett erwies sich Topfavorit Victor Bologan einfach als der Stärkere. Elisabeth Pähtz erlegte jedoch, schon fast traditionell in ihrer Wahlheimat, einen Großmeister-Skalp, in dem sie den Bulgaren Alexander Delchev bezwang. In der folgenden Runde war jedoch Endstation für die 19-jährige Nationalspielerin, die sich im dritten Jahr in Folge mit dem Dresdner Jens-Uwe Maiwald auseinanderzusetzen hatte. Erstmals behielt dabei der Großmeister aus Elb-Florenz die Oberhand und setzte sich im Viertelfinale auch nach gegen den Berliner Dirk Poldauf durch.
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News |
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Aktueller Turnierstand |
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Victor Bologan |
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Leonid Voloshin |
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Tomasz Markowski |
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Jurij Zezulkin |
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Lukasz Cyborowski |
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Aleksander Delchev |
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Lothar Vogt |
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8 |
Jens-Uwe Maiwald |
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9 |
Henrik Teske |
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10 |
Leonid Milov |
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