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ZMDI Open 2010
ZMDI Schachfestival 2010
Europäische Senioren Mannschaftsmeisterschaft 2010
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Die siegreichen Tschechen
Souverän gemeistert
Klaus J. Lais

Souveräne Leistung ohne Niederlage
Wahrer Krimi der Schweizer am Schlusstag

Tschechien ist eines von zwei Teams der europäischen Seniorenmeisterschaften ohne Niederlage geblieben und siegte absolut verdient. Mit fünf starken Spielern - in jeder Begegnung treffen Vier aufeinander - leistete sich der Sieger ein Rotationssystem, das sich letztlich auszahlte. Am letzten Turniertag gewannen die Großmeister Vlastimil Jansa, Jiri Lechtynsky und die internationalen Meister Josef Pribyl, Jindrich Trabl und Jan Sikora-Lerch gegen die Stadtauswahl St. Petersburg mit 2,5:1,5. Es war eine der ersten Mannschaftskämpfe des Tages, die beendet wurden und nur noch die Frage nach Silber und Bronze blieb zwischen Rostov, Moskau und der Schweizer Vertretung offen. Rostov erledigte seine Hausaufgaben recht gut und gewann, doch Moskau und Schweiz lieferten den Zuschauern einen wahren Krimi.

Die Eidgenossen, die bei einem Sieg selbst noch Dritter werden konnten, hörten diesmal auf Kapitän und Weltmeister Viktor Kortschnoi: Nach nicht mal zehn Zügen wies Viktor „der Schreckliche“ einen der Mannschaftskameraden an, ins Remis einzuwilligen. Er selbst schätzte seine Stellung als gewinnbringend ein und münzte sie schließlich in einen vollen Punkt um. Die beiden verbleibenden Kollegen taten ihr Bestes, um je ein Remis beizusteuern, doch am Ende sollte es nicht reichen: Ausgerechnet in den beiden letzten Partien von insgesamt 134 Partien des Spieltages, kämpften die Schweizer um je ein Unentschieden, doch Moskau nahm beide vollen Punkte mit, gewann die Paarung und letztlich Platz Drei.

So schnitt auch Moskau ungeschlagen ab, bilanzierte aber mit einem Gewinn weniger als der Sieger. Kortschnoi war nicht der einzige Weltmeister des Turniers. Unter den Anwesenden waren auch der deutsche Fernschachweltmeister Fritz Baumbach und der Däne Jorn Sloth, ebenfalls ein Champion des Fernschachs. Der dänische Meister gewann mit einer wunderschönen Partie am letzten Tag. Die Nationalvier Deutschlands erzielte zum Schluss ein versöhnliches 2,5:1,5 gegen die Polen aus Wroclaw und wurde Vierter. Burkhard Malich gewann seine Partie. Mit dem fünften Platz war Klaus Gohde, der Seniorenreferent des Deutschen Schachbundes zufrieden. Gleichzeitig kündigte er an, dass auch nach dem Schacholympiadejahr 2008 in Dresden herausragende Veranstaltungen stattfinden werden. Für 2009 hat der ZMD Schachfestival e.V. die Zusage, mit der Deutschen Meisterschaft das weltweit größte Seniorenturnier auszurichten. Denn weltweit spielen nirgendwo mehr Senioren Schach, als in Deutschland.

Leipzig war die stärkste sächsische Mannschaft, hatte aber in der letzten Runde das Lospech, gegen die ukrainische Schwarzmeerstadt Odessa gepaart zu werden. Odessa, die über die gesamte Turnierstrecke mit nur drei Spielern antreten konnten, war von Brett Zwei bis Brett Vier für Leipzig zu stark besetzt. So kamen die Messestädter zum Schluss nur auf Rang 16, blieben aber bestes sächsisches Team. Die Dresdner Senioren, mit insgesamt acht Vertretungen bei dieser Euro am Start, fiel eher nüchterner aus. „Sachsen II“, die unter dem Landesnamen starteten, aber nur aus Dresdnern bestand, war schließlich auf Rang 29 erfolgreichstes Team der Landeshauptstadt. Dorthin ging auch der Sonderpreis für die beste Leistung zwischen Setzlistenplatz und Endergebnis. Den Brettpreis gewann Alexander Petrushin aus Rostov mit acht Punkten aus neun Runden. http://www.schachfestival.de/

http://chess-results.com/tnr10121.aspx?lan=0

Weitere Bilder von der Siegerehrung folgen



Das ging schief, 1:3 gegen Rostov...
Die drei ersten stehen wohl fest
Klaus J. Lais

Tschechien ist zu stark für die Konkurrenz

Als hätten die Tschechen auf diesen Moment gewartet und nur aus turniertaktischen Gründen vorher die Bremse gezogen. Gegen die ersatzgeschwächte russisch-israelische Auswahl Odessas, setzten die Mannen um Kapitän und IM Josef Pribyl ihre Siegesserie genau zum richtigen Zeitpunkt fort. Nachdem Deutschland und Moskau mit jeweils 2:2 auf Distanz blieben, drehten die Tschechen gestern wieder auf und gewannen 3:1. Deutschland hingegen wagte zuviel und wurde prompt von den Russen ausgekontert. Nach den Remisen von Hans-Joachim Hecht und Burkhard Malich, wagte Nationalspieler Klaus Klundt gegen Alexander Zhakarov einfach zuviel und musste später die Waffen strecken. An Brett Eins antizipierte Rostovs Spitzenspieler Vitali Tseshkovsky und hatte keine großen Mühen, gegen Wolfgang Uhlmann das Spiel in ruhige Bahnen zu lenken. Sein Mannschaftskollege Alexander Petrushin ist übrigens der erfolgreichste Einzelspieler mit sieben Punkten aus acht Partien. Nach dem dritten Unentschieden stand die knappe Niederlage Deutschlands fest und damit waren sämtliche Medaillenhoffnungen dahin. Moskau ließ Katernberg nicht den Hauch einer Chance. So wäre rein rechnerisch noch Platz Drei für die Deutschen drin, aber daran mag niemand mehr glauben. Da die drei Führenden sich alle untereinander schon begegneten, ist nur noch die Reihenfolge des Zieleinlaufs unklar. In der innersächsischen Reihenfolge liegt nun wieder Leipzig auf Rang Neun vorn, der USV TU Dresden stürzte in der Tabelle bis auf Rang 30 ab.



Starker USV
Tschechien, Deutschland oder eine der russischen Drei
Klaus J. Lais

Nach den Ergebnissen von gestern muss man kein großer Prophet sein, um die möglichen Kandidaten für den Gesamtsieg der zehnten europäischen Mannschaftsmeisterschaften zu nennen. Im Seniorenschach setzt sich neben der Erfahrung eben auch die Qualität der Teams durch. Die auf Listenplatz Zwei gesetzten Tschechen erzielen als Tabellenführer ein Remis nach dem anderen und halten so die unmittelbare Konkurrenz knapp auf Distanz. Nach Deutschland am Samstag, erreichte auch Moskau ein 2:2 gegen die Spitzenreiter, während Deutschland am Sonntag gegen die Schweiz Unentschieden spielte. Bewegung kam in die Spitzengruppe nur durch das Team der Schwarzmeerstadt Rostov, die gegen Katalonien mit 3:1 die Oberhand behielten, sowie durch Odessa. Die aus Israelis bestehende Mannschaft muss seit Turnierbeginn auf ihren Spitzenspieler Jacob Murey verzichten und schlägt sich mit drei Spielern ganz hervorragend. Zwar profitierte man durch die Flut an Remisen unter den Spitzenreitern, doch das soll die Leistung nicht schmälern. Durch elf gesammelte Punkte aus sieben Runden liegt das Team gleichauf mit Rostov, Moskau und Deutschland – alle gemeinsam einen Zähler hinter Tschechien. Der USV TU Dresden, mit dem sächsischen Seniorenmeister Wolfgang Lenk, ist nun wieder bestes Dresdner und zugleich bestes sächsisches Team. Die Vier liegen auf einem für sie fantastischen Rang Zwölf, 13 Plätze oberhalb ihres Setzlistenplatzes.



Werner Nautsch traut Bernhard Schippan nicht
Neun Teams zwei Punkte auseinander
Klaus J. Lais

Mit einem recht schnellen Remis endete die Spitzenpaarung zwischen Deutschland und Tschechien. Alle vier Einzelbegegnungen endeten Unentschieden. Moskau schloss wieder auf mit einem knappen Sieg gegen St. Petersburg. Und Rostov ließ sich gegen Dänemark auch nicht zweimal bitten und siegte hoch mit 3,5:0,5. Mit den gleichen Ergebnis gewann die Schweiz gegen Norwegen 2. So kommt es zu einem Tabellenstand, der noch alle Interpretationen zulässt. Spannend die beiden Spitzenpaarungen mit Tschechien gegen Moskau und Deutschland gegen die Schweiz. Rostov spielt gegen die wiedererstarkten Katalanen. Und das Odessa selbst ohne Murey morgen gegen Wroclaw die Chance hat, sich von Brett 4 aus noch weiter nach vorne zu spielen, hätte keiner erwartet. Finnland ist immer noch gut dabei.



Deutschland heute sehr souverän
Tschechien an Eins, Deutschland an Zwei
Klaus J. Lais

setzte sich Tschechien auch überraschend souverän mit 3:1 gegen Rostov durch und führt nun mit fünf Siegen aus fünf Partien. Ärgster und alleiniger Verfolger ist das Team Deutschland mit neun Punkten, die sogar 3,5 Punkte gegen Katalonien erspielten. Uhlmann, Hecht und Malich gewannen ihre Partien. Für Uhlmann war es zugleich eine geglückte Revanche für die unglückliche Niederlage 2007 gegen Orestes Rodriguez. Es folgen die Polen aus Wroclaw, Finnland und die russischen Teams Moskau und St. Petersburg. Bestes sächsisches Team ist die Landesvertretung Sachsen (Platz 17, 6 Punkte), bestes Dresdener Team ist das BSW auf Rang 27.



Was vom Spiel übrig bleibt

Mit 68 Teams aus 18 Nationen ist dieses zehnte europäische Turnier seiner Art sowohl quantitativ als qualitativ äußerst zufriedenstellend besetzt. Wir alle spielen Schach und wir alle wissen oder vermuten zumindest, wie schwer es ist, eine Turnieridee behutsam aufzubauen, sie sorgsam zu pflegen und auszubauen, sie jährlich attraktiver zu gestalten und sie schließlich in Konstanz spielen zu lassen.

Hinzu kommt, dass die Senioren in unserem Sport eine Zielgruppe sind, die durchaus ein differenziertes Turnierangebot zum üblichen Spielwesen erwarten. Die Mannschaften spielen bevorzugt morgens und erwarten am Nachmittag und Abend Freizeitangebote und Rahmenprogramme, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Aufgrund ihrer meist vierzig- bis sechzigjährigen Turniererfahrung reagieren sie mitunter sensibel, wenn gewisse Grundvoraussetzungen nicht geschaffen wurden. So dürfte es schwieriger sein, eine Seniorenmannschaft zur aller ersten Teilnahme zu überreden, als sie im Nachhinein davon zu überzeugen, dass sich ein Wiederkommen lohnt. All das bestätigt diese zehnte Meisterschaft durch die zahlreichen Teilnahmen bei steigender Qualität. Kein Wunder. Zum einen drängen durch den demographischen Wandel bedingt immer mehr Schachspieler in den von uns so genannten Seniorenbereich. Zum anderen sind die Teilnahmezahlen aus oben genannten Gründen der Konstanz der Turnierreihe zu verdanken. Zehn Jahre in Dresden.

Zehn Jahre ist das Team der Organisatoren gewachsen und an der Aufgabe gereift. Zehn Jahre Zeit, um sich an den Bedürfnissen und Vorlieben der Teilnehmer zu orientieren. Teilnehmer, von denen zum Beispiel – um nur ein Detail herauszugreifen – nur ganz wenige versiert im Umgang mit Computern sind. Also ist der Teil, den wir jeden Tag in der Internetberichterstattung schätzen, längst nicht so wichtig. Stattdessen fragt jeder hier täglich nach den begehrten Bulletins, in denen man noch ganz klassisch auf Papier der Notation folgt.

Saal füllt sich

Was morgens in den Zeitungen steht, ist weitaus wichtiger, als jede noch so schön nachzuspielende Partie im Netz. Jeden Morgen prüfen die Spieler die Aushänge der Presseschau. Genau so sehen hier auch die Tabellen aus. Es wäre ja ein leichtes, sie einfach in großen Lettern auszudrucken. Hier wird liebevoll mit Fähnchen und Pins und Stecktabellen gearbeitet. Es sind genau diese Details, die den Unterschied machen. Sie können ein Seniorenturnier nicht zufriedenstellend ausrichten, wenn sie keine Tischschilder und Namensschilder haben! Nicht, wenn Sie kein kompetentes Schiedsrichterteam haben, keine Rahmenprogramme, ordentliche Eröffnungen und Siegerehrungen anbieten! Wohlfühlen ist Trumpf. Allein zwanzig ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die vielfältigen Aufgaben.

Das alles wird leider viel zu oft übersehen, wenn im nachhinein von einer gelungenen Veranstaltung gesprochen wird . Und auch wenn ich so manchem Teilnehmer nicht abnehme, dass das Spiel eher nebensächlich ist, die Begründung mag ich gern glauben: Das Wichtigste ist das Treffen in der Gemeinschaft und abends sitzen die Mannschaften in riesigen Gruppen zusammen, ob bei der Analyse, im Foyer oder Restaurant des Hotels. Das trifft insbesondere den Nerv der deutschen Teilnehmer. Im zweitgrößten Schachverband der Welt finden sich immer mehr Seniorengruppen zusammen, die das offene Turnier besuchen. Und das wundert hier niemanden mehr. Da Turnier ist bereits so groß geworden, dass schon die oft zitierte Mundpropaganda ihren Teil dazu beiträgt, was man deutlich Aufteilung nach Regionen feststellt. Es wäre nicht vermessen, wenn der ausrichtende ZMD Schachfestival e.V. behaupten würde, wir werden im kommenden Jahr vielleicht schon eine dreistellige Teamanzahl hier sehen.

Das alles gibt die Europäische Schachunion aber auch leichtfertig auf, indem das Turnier in der elften Auflage 2009 unter der Maßgabe ausgeschrieben wurde, dass es in Dresden nicht stattfinden soll. Prompt hat sich der ausrichtende Verein hier auch nicht beworben. Velden in Österreich ist der kommende Ausrichter. Natürlich wird man sich auch dort bemühen, ein rundum gelungenes Programm auf die Beine zu stellen. Aber mit welcher Bilanz? Und vor allem – mit welchen Zukunftsaussichten? Ein kaum kalkulierbares Risiko.
Der USV TU Dresden
Bergfest beim Schachfrühling
Klaus J. Lais

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Nationenvertretungen eher im Fokus stehen, als die regional- oder Stadtvertretungen. Diesem Gedanken zuwider läuft die Konstellation der beiden Mitfavoriten Rostov und Moskau, die als russische Stadtvertretungen in der absoluten Qualitätsspitze des Turniers rangieren. Dazu gehört eigentlich auch Odessa, doch Jacob Murey erschien hier angeblich krankheitsbedingt nicht, so dass die aus Israelis bestehende Mannschaft zu dritt spielen musste und folglich kaum ganz oben landen kann. Nach einem geglückten Start der favorisierten Mannschaften, trafen die besten Teams am vierten Spieltag aufeinander. Finnland war eher überraschend darunter, denn so souverän hätte man die Mannen um Großmeister Heikki Westerinen nicht erwartet.

Spätestens nach dem 4:0 gegen die Schachfreunde Katernberg stehen die Skandinavier mit auf der Rechnung. Die beiden starken russischen Vertretungen trafen gestern aufeinander – mit 2:2 endete das nicht unerwartet. Nachdem Deutschland beim 2:2 gegen Wien am zweiten Spieltag stolperte, fing das team sich am dritten und vierten Spieltag und gewann souverän. Die Schweiz gewann hauptsächlich dank Kortschnoi drei Partien nacheinander und verlor dank Kortschnoi die vierte gegen den heute allein führenden Spitzenreiter Tschechien. So gespielt, wächst die Spannung im sportlichen Bereich und es ist kaum vorher zu sehen, wer am Ende die Schachnase vorne hat. Tschechien, mit 8:0 Punkten als einzige Mannschaft verlustpunktfrei führend, spielt heute an Eins gegen Rostov. Deutschland misst sich mit den etwa ebenso starken Katalanen, beide nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter. Finnland heute mit der Nagelprobe gegen Moskau und die weiteren Favoriten Schweiz, Katernberg, Odessa, Berlin und Leipzig sind alle noch in Reichweite.

Unterdessen startete der erste „American-Amateur-Cup“ am Donnerstagabend als zweites Turnier des Schachfrühlings. Die Idee überzeugte immerhin 50 Teilnehmer, die nun in fünf nach der Wertzahl geordneten Gruppen zu je zehn Spielern das komplette Startgeld unter den jeweils ersten Drei jeder Gruppe aufteilen. Am Freitagmorgen kam dann der Jungseniorencup zur Komplettierung hinzu. Für Spieler zwischen 40 und 60 (ach herrjee, da gehört man ja auch schon zu) war dieses glatte Wochenendturnier offen und 35 Spieler meldeten sich an. So zählt der Schachfrühling nun 395 Teilnehmer!



Erste Niederlage für Schweiz
Deutschland kommt in Fahrt
Klaus J. Lais

Ausgerechnet der Star des Turniers, Seniorenweltmeister und Olympiadebotschafter Viktor Kortschnoi verlor sein Spiel gegen den Tschechen Jiri Lechtynsky und damit auch die gesamte Begegnung mit 1,5:2,5. Im russischen Duell Moskau gegen Rostov kam es ebenso zum Unentschieden, wie zwischen der Überraschungsmannschaft Finnland gegen die Stadtauswahl Berlins. Nach dem hohen Sieg gegen die württembergische Vertretung gewann Deutschland gestern auch gegen die Stadtauswahl aus Leipzig mit 3:1 deutlich – und das ohne ihren Spitzenspieler Wolfgang Uhlmann. In der Tabelle wirkt sich das zu einem gemütlichen Beisammensein aus. Hinter dem alleinigen Spitzenreiter Tschechien tummeln sich fünf Verfolger mit je sieben Punkten: Moskau, Rostov, Deutschland, Finnland und Katalonien. Sachsen 1 und der USV TU Dresden kassierten unglückliche Niederlagen. Beste Dresdner sind nun die Strategen des Bahnsozialwerks, die sich überraschend gegen Norwegens Nationalteam durchsetzen konnten. Die etwas frustrierten Großröhrsdorfer sind inzwischen leider die einzige Mannschaft ohne Punkt am Tabellenende. http://www.schachfestival.de



Die Tabellenführer berieten sich gegen Berlin vor
Finnland plötzlich ganz oben
Klaus J. Lais

Mit einem sagenhaft hohen Sieg gegen die Schachfreunde Katernberg, immerhin an Sechs gesetzt, spielten die Finnen gestern voll auf Angriff. Das Team hat nun alle drei Spiele gewonnen. Das gelang sonst nur noch den Schweizern, Tschechen und den beiden russischen Vertretungen aus Moskau und Rostov. Deutschland revanchierte sich für das schwache Ergebnis vom Vortag und ließ Württemberg keine Chance. Die Euro ist Bestandteil des Schachfrühlings, organisiert durch den Verein ZMD Schachfestival. Ergänzt wird der Dreisprung durch den American-Amateur-Cup ab heute und den Jung-Senioren-Cup für Spieler zwischen 40 und 60 Jahren morgen. Gerade den Americancup erwartet man hier mit großer Spannung. Erstmals wird diese Turnieridee auch diesseits des Atlantiks angeboten. Alle Spieler werden genau in der Reihenfolge Ihrer Wertzahl in Zehnergruppen aufgeteilt und jedes Zehnerturnier einzeln ausgewertet, wobei Startgeld gleich Preisgeld ist. So werden in jeder Gruppe 550 Euro ausgeschüttet. Start ist um 18 Uhr.



Klaus Klundt musste ins Remis einwilligen
Deutschland 2:2 gegen Wien
Klaus J. Lais

Schon am zweiten Spieltag begann das große Holpern. Die wienerische Stadtvertretung nahm Deutschlands Team ein 2:2 ab. Wolfgang Uhlmann spielte wie am Vortag Remis und nach sechs Stunden Spielzeit schaffte der 80-jährige Wiener Dr. Andreas Dückstein ein weiteres Remis gegen den Internationalen Meister Klaus Klundt – und das verdiente Unentschieden war perfekt. Württemberg gewann gar gegen Turniermitfavorit Odessa, doch die waren ohne den israelischen Spitzenspieler Jacob Murey angetreten. Trotzdem eine starke Leistung der Schwaben.



Günther Koksch sichert Remis
Klaus J. Lais

Aus lokaler Sicht sorgte „Rotation Dresden 1958“ mit dem beachtenswerten Remis gegen Schwedens Zweite für Schlagzeilen. Die Mannschaft setzt sich zusammen aus dem Team, das 1958 miteinander spielte. Held des Tages war hier Günther Koksch vom BSW Lokomotive Dresden, der mit seinem Schwarzsieg gegen Sture Gustavsson die Balance hielt. In der Tabelle führen nun dreizehn Teams gleichsam, darunter fast alle Favoriten. Stärkste sächsische Vertretung ist Leipzig auf Rang 14 und bestes Team aus Dresden ist der USV auf Rang 22. Etwas Wehmut mischt sich in alle Freude über Qualität und Quantität: Die Europäische Schach-Union vergab die kommende Meisterschaft nach Österreich. Zur Zeit ist noch unbestimmt, ob sie noch mal nach Dresden zurückkehrt.


Hier das Team Niedersachsen


Noch ein Weltmeister unter uns
Erste Runde bot kaum Überaschungen
Klaus J. Lais

Neben Viktor Kortschnoi hat das Schachfestival noch zwei weitere Weltmeister zu bieten. Neben dem Deutschen Fritz Baumbach ist dies sein Fernschachkollege Jorn Sloth aus Dänemark. Unterdessen verlief der Starttag ohne große Überraschungen. Fast alle Teams aus der oberen Setzhälfte gewannen, ab und an war ein Unentschieden dabei. Ergänzt wird der Schachfrühling durch den American-Amateur-Cup ab Donnerstag und den Jung-Senioren-Cup für Spieler zwischen 40 und 60 Jahren am Freitag.



Der Spielsaal füllt sich
Es ist angerichtet
Klaus J. Lais

Zwanzig ehrenamtliche Helfer sind nötig, um solch ein Ereignis zu managen. Die Euro ist Bestandteil des Schachfrühlings, organisiert durch den Verein ZMD Schachfestival. Ergänzt wird der Dreisprung durch den American-Amateur-Cup ab Donnerstag und den Jung-Senioren-Cup für Spieler zwischen 40 und 60 Jahren am Freitag. Gerade den Americancup erwartet man hier mit großer Spannung. Erstmals wird diese Turnieridee auch diesseits des Atlantiks angeboten. Alle Spieler werden genau in der Reihenfolge Ihrer Wertzahl in Zehnergruppen aufgeteilt und jedes Zehnerturnier einzeln ausgewertet, wobei Startgeld gleich Preisgeld ist. So werden in jeder Gruppe 550 Euro ausgeschüttet.



Wolfgang Uhlmann gratuliert als Erster
Alte Weggefährten
Klaus J. Lais

Der Dresdner Großmeister Wolfgang Uhlmann war sofort bei ihm und gratulierte seinem einstigen Rivalen als Erster. Bei der Weltmeisterschaft 1981 nahm Kortschnoi seinem deutschen Kollegen noch übel, dass dieser dem Russen Karpov Sekundanz leistete. Der DDR-Bürger Wolfgang Uhlmann, zur Solidarität mit den sowjetischen Brüdern verpflichtet, hatte die Ehre dem damaligen Weltmeister zu assistieren. Er bereitete ihn gegen Kortschnois stärkste Waffe, die Eröffnungswahl Französisch vor. So präpariert, triumphierte der Russe über den 1976 emigrierten, heutigen Olympiadebotschafter. „Ich habe damals nicht begriffen, wieso Kortschnoi nicht verstehen wollte, dass ich keine Wahl hatte“, sagt Uhlmann heute. „Doch mit den Jahren redeten wir wieder miteinander und heute bin ich froh, Viktor an meiner Seite als Botschafter für den olympischen Gedanken der Völkerverständigung zu wissen“ und ergänzt „ Es war doch klar, dass ich ihm als Erster gratuliere!“. Der Brett-Eins-Spieler des deutschen Teams bei dieser Euro ist selbst Olympiadebotschafter. Viktor bedankte sich artig und wartete auf sein nächstes Opfer, den Holländer van Geffen. Nach nur 31 Zügen war alles vorbei und der Weltmeister wieder gut gelaunt. Der Spieler des Oranje-Teams nahm ihm das übrigens gar nicht übel. "Er ist nun mal dre Star hier und ich bin auch ein bisschen stolz, dass er mich für mein Spiel gelobt hat", lachte er freudig.



Jörn-Torsten Verleger überreicht die Urkunde
Viktor Kortschnoi wird Olympiabotschafter!
Klaus J. Lais

Viktor „der Schreckliche“ Kortschnoi trägt seinen Beinamen nicht ohne Grund. Einerseits verbreitet er auf dem Schachbrett stets Angst und Schrecken bei seinen Gegnern wegen seines kompromisslosen Spiels auf Angriff. Andererseits gilt er zuweilen als grimmiger Zeitgenosse, wenn dem Seniorenweltmeister der Trubel um seine Person wieder mal überhand nimmt. So zog er es vor, zur Eröffnung der europäischen Mannschaftsmeisterschaft der Senioren sich noch schnell auf seinen Gegner vorzubereiten, während Journalisten und Fernsehen auf die Übergabe der Urkunde zum offiziellen Botschafter der Schacholympiade warteten. Doch dann erschien der Wahlschweizer rechtzeitig zum Beginn der Runde und aus der Eröffnungsrede heraus, verlieh ihm Jörn-Torsten Verleger als Vertreter der Stadt Dresden die für beide Seiten begehrte Auszeichnung.



Otto Rost van Tonningen gratuliert
Mit Dank zurück
Klaus J. Lais

Pünktlich um 14 Uhr eröffnete Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan die Veranstaltung, Ehrengäste waren die deutschen und europäischen Seniorenreferenten Klaus Gohde und Per Ofstad, sowie als Vertreter der Stadt Dresden Jörn-Torsten Verleger. Der holländische Teilnehmer mit dem lautmalerischen Namen Otto Rost van Tonningen beschenkte die Organisatoren symbolisch mit dem „Stein, der ihnen vom Herzen fiel“, als sie diese vorerst letzte Europameisterschaft in Dresden organisiert sahen. Immerhin zwanzig ehrenamtliche Helfer sind nötig, um solch ein Ereignis zu managen.



68 Teams im Auditorium
Rekordstart in die zehnte Auflage
Klaus J. Lais

Landesvertretungen aus Tschechien, Deutschland, Schweiz, Dänemark, Schweden, England, Italien, Luxemburg, Norwegen, Türkei, Schottland und Finnland messen sich mit Stadt- und Regionalteams, von denen die stärksten aus Moskau, Rostov und Odessa anreisten. Unter den insgesamt 68 teilnehmenden Mannschaften mit rund 300 Aktiven sind auch mehrere sächsische Formationen aus Dresden, Coswig, und weiteren Orten.



News
18.07.2010
In der 8. Runde konnte sich der sehr stark spielende Georg Meier gegen den Iraner Ehsan Ghaem-Maghami durchsetzten.In der letzten Runde schenkte er Ghaem-Maghami jedoch den Sieg.Nun musste die Entscheidung im Tiebreak gefunden werden.Die erste Tiebreak-Partie entschied wiederrum Georg Meier für sich und ging so mit einem guten Rückhalt in die zweite Partie.In dieser riskierte Ghaem-Maghami alles opferte sogar einen Turm, aber es reichte nicht zum Ausgleich.Damit feierte Georg Meier einen verdienten und ungefährdeten Tuniersieg.
Georg Meier setzt sich durch!
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