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Bericht zum ZMD Open 2004
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| Nach einem weiteren Remis Schnellschach-Sieg für Sergey Erenburg |
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Schnellschach-Partie als Höhepunkt des Finales
Marco Held
Alle Augen der Zuschauer richteten sich auch heute vormittag zuerst auf das Spitzenbrett, wo Sergey Erenburg und Roman Slobodjan nur unwesentlich länger spielten als am Vortag. In einem ausgeglichenen Endspiel wurde der Punkt nach nur zwei Stunden wieder geteilt. Vielleicht hatte sich Slobodjan damit verrechnet, vor allem mit der ersten Partie am Donnerstag, die er mit den weißen Steinen fälschlich als schlechter für sich eingeschätzt hatte. Der Magdeburger hatte als bester Spieler des Turniers bis ins Finale fantastische sieben Siege und damit eine Performance von über 3000 ELO-Punkten erspielen können. Im Schnellschach setzte dann sein Gegner Erenburg auf seine Erfahrung, die er mit dieser Nervenanspannung im Laufe des Turniers gewonnen hatte. „Vor allem gegen Frank Sawatzki stand ich im Viertelfinale kritisch. Im Schnellschach konnte ich mich aber immer gut in Szene setzen und stützte meine Hoffnungen darauf.“, berichtete Erenburg nach der Partie. Nach 79 Zügen hatte er in einem lange Zeit ausgeglichenen Endspiel seine Türme besser aktiviert und seine zwei Mehrbauern unter den Augen einer dichtgedrängten Zuschauertraube zum vollen Punkt und damit seinem ersten Turniersieg verwertet. Der in Sibirien geborene und mit 15 Jahren nach Isreal ausgewanderte Angehörige der Sportfördergruppe der israelischen Armee reiste mit seinem Landsmann Alik Gershon nach Dresden, der bereits im Vorjahr in der Elbestadt gespielt hatte. „Ich habe zum ersten Mal im K.O. gespielt, offenbar liegt mir dieser Modus also. Außerdem hat mir Dresden sehr gut gefallen, besonders die alte Architektur. Ich würde gern im nächsten Jahr wieder meinen Titel hier verteidigen.“ Aufgefallen war der 21-Jährige auch dadurch, dass er jede Partie mit dem gleichen T-Shirt bestritt. Ein Glücksbringer, wie er nachher im frischen Hemd bestätigte. Gespannt darf man sein, wie lange der junge Großmeister mit diesem Outfit noch ohne Niederlage bleiben wird – vielleicht bis zum Wiedersehen 2008 bei der Schach-Olympiade in der sächsischen Landeshauptstadt?
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| Die besten Zwölf versammelt, links Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan |
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DSC-Spieler trumpfen auf
Hinter den beiden Finalisten ging es „nur“ noch um Platz drei, für den 1500 Euro ausgeschrieben waren. Dabei hatte nach Wertung der an Nummer drei gesetzte Tomasz Markowski aus Polen die Nase vorn, der im Verlauf der neun Runden mit solidem Schach überzeugt hatte und zum Abschluss Henrik Teske aus Tegernsee das Nachsehen gab. Nach Wertung triumphierte der Großmeister aus dem Nachbarland vor Igor Glek und Alik Gershon, dem zweiten Israeli. Gegen Gershon beendete Wolfgang Uhlmann ein starkes Turnier leider mit seiner zweiten Niederlage. Der 69-jährige Altmeister hatte allen Grund, mit der Auslosung zu hadern – nicht aber mit seinem tollen Schach, was er in seinem „Wohnzimmer“ Treff-Hotel einmal mehr zeigte. Für ihn reichte es zu Plaz 12, womit er nach Wertung noch vor seinem russischen Senioren-Kollegen Oleg Chernikov und dem zweimaligen Dresden-Sieger Alexander Graf (16.) rangierte. Den inoffiziellen Titel des besten Dresdners sicherte sich allerdings das Nachwuchstalent Volker Seifert vom DSC. Der Schüler am Sportgymnasium drang auf Rang neun in die Phalanx der Großmeister ein. Entscheidend dafür war ein abschließender Erfolg gegen GM Lev Gutman. „Ich stand eigentlich aus der Eröffnung sicher. Gutman wurde aktiv und schwächte sich dabei, so dass ich diese Gelegenheit nutzen konnte.“ Ohne die beiden Unentschieden zu Beginn des Turniers im K.O.-Modus hätte es sogar für eine IM-Norm gereicht. Ein tolles Turnier spielte auch Dr. Thomas Pattard vom Dresdner SC, der mit 6,5 Punkten und einem abschließenden Sieg gegen Norman Thielsch auf Platz 27 einkam. In einem Quartett auf den Plätzen zwischen 38 und 41 folgten als beste Frau Tina Mietzner, Paul Hoffmann, Galina Shmirina und Daniel Siedentopf (alle DSC). Stark war auch die Leistung von Paul Zwahr (Grün-Weiß Dresden), der seine Kategorie mit 5,5 Punkten und einem ganzen Zähler Vorsprung gewann.
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| Matthias Holzhäuer sorgte für die Überraschung des Tages |
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Wilde Schlacht bei Graf
Am längsten kämpfte Alexander Graf mit den schwarzen Steinen gegen Matthias Holzhäuer aus Schmiden/Cannstatt um den vollen Zähler. Im Endspiel geriet die deutsche Nummer Eins jedoch in eine leicht nachteilige Stellung und musste im Zeitnotgefecht nach mehreren Fehlern gleichzeitig das Matt und Zeitüberschreitung hinnehmen. Bereits die zweite Niederlage für den zweimaligen Dresden-Sieger und ersten Anwärter auf Platz eins vor dem Start. Zu der großen Gruppe von Spielern mit 6,5 Punkten gesellten sich neben Holzhäuer auch Thomas Luther, Robert Fontaine unjd Oleg Chernikov. Aus Dresdner Sicht konnte Volker Seifert sich eine aussichtsreiche Position sichern. Er schlug seinen DSC-Vereinskollegen Daniel Siedentopf und weist eine Runde vor Schluss 6 Punkte auf. Mit einem weiteren Erfolg kann er noch ganz vorne einkommen. Einen halben Zähler weniger als Seifert haben drei Dresdnern, mit denen nicht unbedingt so weit vorne zu rechnen war. Jakov Loxine vom DSC holte einen halben Punkt gegen den favorisierten Jörg Wegerle, während sein Vereinskollege Dr. Thomas Pattard und Dr. Matthias Rudolf von Grün-Weiß Dresden sich gegen ihre Kontrahenten durchsetzen konnten. Morgen werden sie es allerdings nochmals mit starker Gegnerschaft zu tun bekommen.
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| Skeptischer Blick am Spitzenbrett: Tomasz Markowski |
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Unglücklicher Uhlmann verpasst erneuten Turniersieg in seiner Heimatstadt
21. Juli 04
Hätte Wolfgang Uhlmann heute mit den schwarzen Steinen gegen Sergey Erenburg nicht die Chance gehabt, bei seinem Heimturnier ins Finale einzuziehen, wäre er wohl nicht an das Brett gegangen. Durch persönliche Angelegenheiten nicht mehr der nötigen Ausgeglichenheit beim Duell auf den 64 Feldern ausgestattet spielte er mit aller Routine trotzdem bis zum 30. Zug eine starke Partie und erarbeitete sich einen leichten Vorteil. Dann schätzte er allerdings die nach einem Abtausch entstehende Stellung falsch ein und ließ eine Ungenauigkeit folgen, die seinem ein halbes Jahrhundert jüngeren isrealischen Kontrahenten die Chance gab, mit seiner Dame entscheidend in die Stellung der Dresdner Schach-Legende einzubrechen. Kurz vor der Zeitkontrolle musste dieser angesichts seiner wie reife Früchte fallenden Bauern resignieren und dem Traum von einem erneuten Turniersieg in seinem „Wohnzimmer“ Treff-Hotel begraben. Eine andere Überraschung des Turniers schaffte dagegen den Einzug in die in den beiden abschließenden Runden ausgetragenen Finalpartien. Roman Slobodjan spielte erneut eine schwierige Partie gegen den favorisierten Tomasz Markowski und bekam gegen den an Nummer drei gesetzten Polen Stück für Stück die Oberhand. Am Ende führte der frühere Junioren-Weltmeister aus Magdeburg einen Mattangriff zum Sieg.
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| Igor Glek gehörte zu den Geschlagenen des Tages |
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Dresden darf weiter hoffen – glänzender Uhlmann
20 Juli 04
Die sorgenvollen Mienen der Zuschauer hellten sich in dem Moment auf, als Wolfgang Uhlmann mit den schwarzen Steinen im Viertelfinale gegen Henrik Teske eine schwierige Stellung verteidigt und in ein remises Endspiel geführt hatte. Glaubte man vor einigen Tagen noch, dass der Modus mit der Schnellschach-Entscheidungspartie nichts für die 69-jährige Schach-Legende sei, hatte der sich in den vergangenen Tagen richtig „warm gespielt“ mit der kürzeren Bedenkzeit. Ähnlich sensationell wie gestern gegen Thomas Luther verlief auch die heutige Begegnung mit dem Großmeister vom SC Tegernsee. Am Ende der Partie fand sich ein kopfschüttelnder Teske, der seine aussichtslose Stellung aufgab und Uhlmann mit noch mehr als 20 Minuten auf der Uhr. Eine fantastische Leistung des Altmeisters, dem in seinem „Wohnzimmer“ im Treff-Hotel nunmehr alles zuzutrauen ist. Teske trauerte im Anschluss seinen verpassten Chancen nach: „Wenn ich diese erste Partie nicht gewinne, bin ich selber schuld.“ Eine Überraschung glückte auch dem inzwischen für den SC Bann spielenden Magdeburger Roman Slobodjan, der ein langes Turmendspiel gegen Igor Glek spielte und seine Chancen gegen die favorisierte Nummer zwei nutzen konnte. Damit ist nunmehr nominell der Polen Tomasz Markowski erster Anwärter auf den Titel, der nach bangen Momenten gestern auch im Vietelfinale gegen Robert Fontaine aus Frankreich die Verlängerung benötigte. Er behielt im Schnellschach allerdings ebenso klar die Oberhand wie Sergey Erenburg aus Israel, nachdem er seinen Vorteil in der ersten Partie nicht gewinnbringend umsetzen konnte.
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| Gefecht des Tages: Uhlmann-Luther |
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Toll aufgelegter Uhlmann sorgt für Szenenapplaus
19. Juli 04
Erst schwiegen alle Zuschauer andächtig nach dem Ende des packenden „Normalschach“-Partie, dann applaudierten sie nach dem Schnellschach und als Ergebnis konnte die Dresdner Schach-Legende Wolfgang Uhlmann an seine Frau vermelden: „Ich habe gegen Luther gewonnen!“. Aber der Reihe nach in diesem traditionellen Gefecht zweier ehemaliger DDR-Meister. In der ersten Partie hatte der 69-jährige Altmeister von Anbeginn symbolische Vorteile, diie er in der Zeitnotphase in einen Mehrbauern umsetzen konnte. Luther stand zwar kritisch, setzte aber im Damenendspiel den letzten taktischen Nadelstich, indem er sich mit einer kleinen Kombination das Unentschieden sicherte. Im Schnellschach beging er nunmehr mit den weißen Steinen, als man dem Dresdner wohl die deutlich schlechteren Chancen gegen den jüngeren Gegenüber zubilligte, einen unverzeihlichen Fehler. „Er spielte Französisch gegen mich!“, schmunzelte die letzte Dresdner Hoffnung nach der Partie. Die Begegnung wurde geradezu eine Lehrvorführung, und mit nur zwei Minuten auf der Uhr und im Angesicht des Matts streckte ein verzweifelter Thomas Luther die Waffen. Mehr Glück in einem Gefecht mit einem Senior hatte Henrik Teske. Der Tegernseer schüttelte den Kopf, nachdem ihm der frühere Senioren-Weltmeister Oleg Chernikov das Remis in der ersten Partie nach turbulentem Verlauf „geschenkt“ hatte. Im Schnelllschach war er jedoch klar der bessere Mann gegen den Russen und folgte Uhlmann ins Viertelfinale. Das Weiterkommen hatten vier Spieler da bereits klar gemacht. Igor Glek, Sergey Erenburg, Robert Fontaine und Roman Slobodjan entschieden bereits die erste Partie für sich. Dabei benötigten sie mehr oder weniger die Hilfe der Gegner, besonders der Letztgenannte. Slobodjan profitierte in unklarer Stellung von einer Zeitüberschreitung im letzten Zug des Viernheimers Oleg Boguslavskiy, der eigentlich mehr Minuten auf der Uhr behalten hatte.
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| Felix Graf, das jüngste DSC-Talent heute nur "zweiter Sieger" |
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Blitzentscheidungen sorgen für Unterhaltung
Unglaubliches tat sich dagegen zwischen dem Israeli Alik Gershon und Frank Sawatzki aus Oldenburg. Der FIDE-Meister aus Niedersachsen war in der ersten Partie am Drücker, im Schnellschach trennte man sich erneut unentschieden und im Blitzentscheid sollte sich der Favorit Gershon durchsetzen, ehe er mit Vorteilen auf dem Brett und der Uhr völlig die Nerven verlor und den K.O. kassierte. Erstaunliches tat sich schließlich auch in der Begegnungen zwischen „Schnellspieler“ Tomasz Markowski aus Polen und dem Bremer Gerlef Meins. Nach einem Remis geriet der im Schnellschach erst in hochgradige Zeitnot und dann in ein Stellung, in der Markowski zwei Springer und Meins einen Bauern behalten hatte. Am Ende wurde es doch Remis und der Bremer zog im Blitz den Kürzeren.
Aus Dresdner Sicht zeigt sich die im Schweizer System spielende Jugend bestens aufgelegt. Tina Mietzner und Volker Seifert sicherten sich durch Siege weiter die Maximalpunktzahl. Auch Paul Hoffmann schlug seinen 11-jährigen DSC-Vereinskollegen Felix Graf nach langem Kampf über sechs Stunden und hielt damit den Anschluss. Eine gute Partie zeigt schließlich Elena Winkelmann, die gegen Dietmar Klemm aus Leipzig überraschend sogar am Sieg schnuppern konnte und am Ende einen halben Zähler erreichte.
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Roland Voigt als Überraschungssieger
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Roland Voigt – Ein Schachpraktiker überrascht
Marco Held
Für einen Paukenschlag sorgte in der vierten Runde Roland Voigt. Der 23-jährige Mathematikstudent aus Leipzig schlug die deutsche Nummer eins Alexander Graf und verhindert den dritten Erfolg des Kölners beim ZMD-Open. Er beantwortete in der abendlichen Sonne vor dem Treff-Hotel einige Fragen:
Frage: Roland, herzlichen Glückwunsch zu diesem Überraschungserfolg. Wie hast du ihn erlebt?
Voigt: Am Anfang hatte ich ganz ehrlich den Eindruck, die Eröffnung verhauen zu haben. Er stand einfach besser. Dann hat er aber abgebaut und die Stellung überzogen. Am Ende hatte ich sogar noch viel Zeit auf der Uhr, um das Material „einzusammeln“.
Frage: Konntest du einen klaren Fehler entdecken in der Partie?
Voigt: Ohne Computer kann ich dazu eigentlich nichts sagen, ich hatte aber das Gefühl, dass er das zweite Bauernopfer hätte ablehnen sollen. Danach fühlte ich mich deutlich wohler, zumal er auch keine Zeit hatte.
Frage: Hattest du eine besondere „Taktik“ gegen Graf?
Voigt: Am ersten Brett wollte ich natürlich mein Bestes zeigen. Was mich von einem Top-Spieler wie Graf unterscheidet – ich bin mehr ein Kind der „Internetgeneration“. Im Netz gewöhnt man sich an, auch mal mit dem zweitbesten Zug zufrieden zu sein, wenn er dem Gegner dafür Probleme stellt. Die russische Schachschule wie Graf verliert eben auch mal viel Zeit bei der Suche nach dem besten Zug.
Frage: Musst du jetzt das Turnier gewinnen, nachdem du den Topfavoriten ausgeschaltet hast?
Voigt: Ich will in die Geldpreise kommen und gutes Schach spielen. Bis jetzt musste ich dreimal in die Schnellschach-Verlängerung, heute lief es für mich. Nach vier Runden ist es für eine Prognose noch zu früh. Das Festival werde ich auf jeden Fall noch mit dem Marathon-Blitzschach abschließen.
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| Dr. Dirk Jordan am Mikrofon und Dr. Herre vom ZMD eröffnen das ZMD-Schachfestival 2004 |
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Filiz und Bilgin Osmanodja gönnten den Kontrahenten jeweils einen Sieg beim Handicap |
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Zeitpunkt der Übergabe: Isreal Gelfer erhält von Bürgermeister Detlef Sittel die Bewerbungsbroschüre |
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| Spannung bei der Olympischen Großfeld-Schachpartie |
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Dresdens Olympia-Team siegt zum Auftakt
14. Juli 04
Etwas weniger spektakulär als in den vergangenen Jahren, dafür aber in familiärerer Atmosphäre verlief die Eröffnung des 13. ZMD-Schachfestivals. Über den Dächern der Stadt hatten sich schachinteressierte Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichen Leben ebenso wie Schachspieler eingefunden, um nicht nur einen weiteren gelungen schachlichen Höhepunkt des Jahres einzuläuten, sondern auch um den Startschuss für die Endphase von Dresdens Bewerbung für die Schacholympiade 2008. Dazu erhielt der für die FIDE als Bewerter der Gegebenheiten an der Elbe anwesende Isreal Gelfer vom Dresdner Bürgermeister Detlef Sittel das erste Exemplar der Bewerbungsbroschüre für Olympia überreicht. Er verwies darauf, dass man sich im Schloss an zum Weltkulturerbe erhobener Stätte befinde und das diese einstimmige Entscheidung ein gutes Omen für weitere wichtige Dresden betreffende Entscheidungen sein könne. Die Anspielung auf den Oktober war dabei sicher nicht zu überhören. Isreal Gelfer nahm den ihm zugespielten Ball gerne auf und bescheinigte Dresden „sehr gute Chancen“ mit seiner Bewerbung. Stets ist diese Eröffnungsveranstaltung aber auch ein Podium für die Ehrungen des Dresdner Nachwuchses, die für zukünftige Schach-Olympiaden gerüstet sein wollen. Als „beste Dresdner Nachwuchstalente“ erwiesen sich wie so oft zwei junge Aktive des USV TU Dresden. Bei den Jungs setzte sich Philipp Boos durch, während bei den Mädchen Nicole Lorenz mit 313 gewonnenen DWZ-Punkten einen fantastischen Wert aufweisen konnte, erspielt in 16 Turnieren! Fließend gab es den Übergang zur „olympischen Schachpartie“ am Großfeldbrett, wo ein Kurzsprint zur Uhr eine sportliche Bereicherung darstellte. Dabei gewann das „Dresdner Team“ mit Bilgin Osmanodja, amtierender Deutscher U10-Meister, und Elisabeth Pähtz sowie Martin Keeve und Dr. Jürgen Löffler gegen das Team von Bilgins Schwester Filiz und Isreal Gelfer eine interessante, umkämpfte Partie mit viel Spaß im Vordergrund.
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Für dieses Turnier wurden noch keine Ränge ermittelt |
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