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ZMDI Open 2010
ZMDI Schachfestival 2010
Europäische Senioren Mannschaftsmeisterschaft 2010
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Sieger zum zweiten: Ehsan Ghaem Maghami
Würdiger Abschluss
Dr. Detlef Schmidt

Das ZMD-Schachfestival hat in einem packenden Finalmatch zwischen dem für Gau-Algesheim spielenden Ukrainer Sergei Ovsejevitch und dem aus dem Iran stammenden Vorjahressieger Ehsan Ghaem Maghami seinen krönenden Abschluss gefunden, das Ghaem Maghami nach einem Unentschieden in der Normalpartie und einem Unentschieden im Schnellschach erst in der finalen Blitzpartie für sich entscheiden konnte. Damit gelingt ihm zum zweiten Mal hintereinander dieser Turniersieg. Interessant ist auch, dass Ghaem Maghami insgesamt sechs Mal im Tie-Break das entscheidende Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte.
Auf den Plätzen folgen insgesammt 23! weitere Großmeister bzw. Internationale Meister bevor Jochen Wigger von den Schachfreunden Erkelenz diese Phalanx durchbricht. Als bester Deutscher konnte sich auf Rang 6 Alexander Graf platzieren. Aus Dresdener Sicht ist besonders der zehnte Rang von Jens-Uwe Maiwald hervorzuheben. Auch der 34. Platz von Maria Schöne, die damit das Turnier sogar noch vor Elisabeth Päthz abschließt, ist besonders hervorzuheben - obwohl sie ihr in der direkten Begegnung unterlag. Eine kleine Überraschung ist auch der 28. Platz des für den SV Dresden-Striesen spielenden Rainer Rösemann. Als bester Dresdener Jugendspieler ist der für die SG Grün-Weiß Dresden spielende Daniel Siedentopf zu nennen, der sogar noch vor dem lange auf IM-Normkurs liegenden Felix Graf (USV TU-Dresden) landete. Beachtlich ist auch das Abschneiden von Filiz Osmanodja, die nach ihrem fast sensationell zu nennenden Zweitrundensieg gegen GM Tahirov etwas abbaute, sich aber gegen Ende des Turniers wieder fing und mit 5 Punkten Platz 105 belegte.




links: Vorjahressieger Ghaem Maghami
Die Finalisten stehen fest ...

Mit Ghaem Maghami hat sich wiederholt für das Finale qualifiziert. In einigen Runden hatte er mehr Mühe und damit Gegenwehr als ihm sicher selbst lieb war. Insbesondere gegen Elisabeth Pähtz stand er kurz vor dem Ausscheiden ins Schweizer System-Turnier. Da dem Vorjahressieger das KO - Swiss-System sehr liegt, ist es einer der Gründe, warum er so gern im Sommer nach Dresden kommt. Für das nächste Jahr plant er deshalb mit seiner Frau Shayesteh Ghader Pour teilzunehmen.




Sein Finalgegner, der sympathische Ukrainer Sergei Ovsejevitsch, spricht sehr gut Deutsch und spielt in Deutschland für den SK Gau-Algesheim. Er ist zum wiederholten Mal in Dresden und spielt ein hervorragendes Turnier. Eine besonders tolle Partie hat er gegen Alexander Naumann gespielt.


links: der zweite Finalist Sergei Ovsejevitsch




Eine weitere Überraschung im Turnier schaffte der Leipziger FM Roland Voigt (ELO 2381) indem er den Russen Vasily Yemelin (ELO 2579) schlug. Erfreulich schlagen sich weiter die sächsischen Talente. Zwar erwiesen sich für Felix Graf der IGM Farago und für Maria Schöne der IGM Gerald Hertneck als (noch) zu stark – an den vorderen Bretter ist dann die Luft doch sehr dünn - aber Daniel Siedentopf stößt mit seinem Sieg weit nach vorn und muss/darf in der Schlussrunde gegen Elisabeth Pähtz antreten. Insbesondere Judith Fuchs mit ihrem Remis gegen Anatoly Donchenko unterstrich ihre Nominierung für das Nachwuchsolympiade-Team.



Bester Dresdner im Feld: Jens Uwe Maiwald (5 aus 6)
Tiebreaks en masse
Klaus J. Lais

Da waren es nur noch zwei

Zwei deutsche Großmeister sind unter den letzten Acht im K.O.-System des ZMD-Opens verblieben. Der Setzlistenerste Alexander Graf und sein Namenskollege Alexander Naumann durchliefen dabei höchst unterschiedliche Spielverläufe. Graf setzte sich diesmal direkt in der Turnierbegegnung durch, während Naumann gegen den Russen Vasily Yemelin in den Schnellschach-Tiebreak musste und sich dort durchsetzen konnte. Weniger Glück hatte der Münchener Gerald Hertneck, der ebenso wie am Tag zuvor Elisabeth Pähtz in der Schnellschachentscheidung gegen den starken Vorjahressieger Ehsan Ghaem Maghami aus dem Iran verlor. Mit den beiden verbleibenden Deutschen streiten sich drei Polen, ein Weißrusse, der Iraner und ein Ukrainer um den mit 3.000€ dotierten Turniersieg. Im Viertelfinale treffen diese acht Spieler heute aufeinander. Bester Dresdner ist jetzt der Großmeister Jens-Uwe-Maiwald mit fünf Punkten aus sechs Spielen und führt das Hauptfeld gemeinsam mit acht weiteren Spielern an. Maiwald, der als Lehrer am Sportgymnasium Dresden in der Nachwuchsförderung tätig ist, trainiert unter anderem Felix Graf, der gestern wieder mit einem Remis gegen den Aserbeidschaner Farhad Tahirov aufhorchen ließ sowie Elena Winkelmann, Nicole Lorenz und demnächst auch Saskia Stark. Allesamt Namen von jungen Nachwuchskräften der Landeshauptstadt, die schon national und international für Furore sorgten. Doch der beste Dresdner im Feld ist längst nicht mehr von dem Ehrgeiz gepackt, der ihn in jüngeren Jahren antrieb. Der für den USV TU Dresden und das österreichische Zillertal spielende Trainer hat sich selbst der bedingungslosen Jugendförderung selbst verschrieben.

Weitere Informationen unter http://www.schachfestival.de/




   
Alexander Graf - unter den letzten 16   Alexander Naumann - unter den letzten 16   Sergej Fedorchuk - unter den letzten 16

Robert Kempinski - unter den letzten 16
Er oder ich
Klaus J. Lais

Das ist die Turnierphase, die den Hauptreiz des ZMD-Opens ausmacht. Mehr als 300 Schachfreunde sind deshalb dabei, denn täglich spielen sich die Dramen an den vorderen Brettern ab - Spannung garantiert. Da die Titelträger nun endgültig unter sich sind, lässt sich auch kaum ein Ergebnis vorhersagen und wir starren gebannt auf jeden stichkampf, der sich ankündigt. Am Mittwoch war das wieder Alexander Graf, der sich erst dann gegen Jens-Uwe Maiwald durchsetzte. Ebenso Sergej Fedorchuk gegen Peter Horvath. Sein Namenskollege Sergej Ovsejevitch hatte es gegen Peter Hoffmann auch nicht leicht. Pähtz und Ghaem Maghami, sowie Yemelin gegen Donchenko lieferten sich gleich auch noch ein Blitzduell in der Verlängerung - so kann es weitergehen. Unter den letzten 16 halten morgen noch Graf, Naumann und Hertneck die deutschen Fahnen hoch, einige Olympiadeteilnehmer sind unter den Verbleibenden im Achtelfinale.




Elisabeth Pähtz und Ehsan Ghaem Maghami
Dieser Schnappschuss von Schiedsrichter Egmont Pönisch sagt mehr als tausend Worte. Spannend war es zwischen Elisabeth Pähtz und Vorjahressieger Ehsan Ghaem Maghami. Nachdem die Turnierpartie Remis endete und Pähtz sich im Schnellschach zwar die bessere Ausgangsposition, aber angesichts der ungleichfarbigen Läufer nicht den Sieg erspielte, hielt die Blitzpartie alles, was sie versprach. Die Kiebitze rundum reckten ihre Köpfe und versuchten Blicke vom Geschehen auf dem Brett zu erhaschen, denn beide ließen sich recht viel Zeit, bis die Uhren gegen Null tickten. Dann ging alles recht schnell. Der Iraner tauschte zwei Figuren runter, um Elisabeths Bauern auf b7 zu kassieren, doch Deutschlands Nr. 1 der Frauen konterte stark mit Dc3 und nach einem unsauberen Zug Maghamis war plötzlich sie es, die einen Bauern mehr hatte. Dann aber war sie gezwungen, einen Figurenangriff mit einem gleichen ihrerseits zu kontern, der dem Iraner eine kleine Kombination gönnte: Ihr König stand noch in der Schusslinie des Läufers. Mit der Mehrfigur spielte Maghami nur noch wenige Züge weiter, bis Elisabeth ihm die Hand reichte. Das war mehr als knapp - Schade!
Jade Schmidt - mit 2 aus 4 gut unterwegs
Der Fluch der Technik
Klaus J. Lais

Ohne Internet geht heutzutage gar nichts mehr. Mancher verflucht es (wir zum Beispiel), mancher versucht es (Sie zum Beispiel). Aber wäre es wirklich angenehmer, wir würden grundsätzlich damit rechnen die Ergebnisse erst am nächsten Tag in der Zeitung zu lesen? Nicht in Zeiten der Technik - da erwarten wir alles und zwar sofort. Erinnert an Erich Frieds "Nicht nichts ohne Dich", schon klar, aber wahr:

Am Spielort hier im Hotel ist die Internetverbindung komplett darnieder. Nichts geht mehr, nicht mal eine Mail, geschweige denn eine Liveübertragung oder zeitnahe Ergebnisdarstellungen. So bleibt uns die Hoffnung auf fähige Techniker des Providers und ein wenig Gruppenfazit nach jedem Spieltag. Als da wären: 11 Titelträger bereits im Hauptfeld und unter den letzten 32 des K.O.-Systems wankten heute einige sehr bedenklich, aber fielen nicht.

"Gekostet" hat es heute Atila Figura gegen den jungen Dresdener Rudolf Sebastian, richtig groß auch die Überraschung, dass Ex-Sieger Vadim Malakhatko ausschied - gegen den vereinslosen Andreas Stabolewski. Und schauen wir uns die letzten 32 an, dann sind noch drei titellose Kandidaten im Rennen, unter denen vor allem Dominik Spisla herausragt, der weit unter dem Schnitt der verbleibenden Spieler steht: Auf Rang 224 gestartet, ist der U-16 Spieler vom Brackweder Schachclub bei Bielefeld mit DWZ 1632 !! noch dabei. das hat uns so überrascht, dass wir kein Bild verfügbar haben. Kommt aber noch.



Gemeinsam konzentriert's sich besser
Keine großen Überraschungen in Runde Drei
Klaus J. Lais


Das nach drei Runden bereinigte nun mit 306 Teilnehmern besetzte ZMD-Open geht heute in die vierte Runde. Nach den Überraschungen in der zweiten Runde steuerte das Turnier gestern wieder in ruhigere Fahrwasser. Prominentestes Opfer unter den Gesetzten war der Moldawier Dmitry Svetushkin, den es gegen Korbinian Nuber vom SC Dillingen (Nordschwaben) erwischte. Der Großmeister musste gegen den rund 450 Wertungspunkte schwächeren Gegner die Waffen strecken. Alle anderen Titelträger gewannen, aber manche mussten sich bis zum Tiebreak quälen. Darunter der neue Setzlistenerste, der deutsche Nationalspieler Alexander Graf nach seinem Remis gegen Klaus Kleibaumhüter aus Evingen bei Dortmund. Filiz Osmanodja verlor gegen die Brett-Eins-Spielerin der Jugendolympiamannschaft, Judith Fuchs. In diesem Turniermodus setzt sich nur einer im K.O-Modus durch, der Verlierer im Schnellschach-Entscheidungsspiel muss im Hauptfeld weiterspielen. Nach der Entscheidung heute bleiben noch 32 Spieler, die den Titel gewinnen können.



Filiz - stärker als das Glück
Filiz, das Glück und ein Wink des Schicksals
Klaus J. Lais


Nein, Glück war es nicht das der Glücklichen heute den vollen Punkt gegen den Aserbeidschaner GM Farhad Tahirov einbrachte, sondern konzentriertes Spiel von Anfang an und eine glänzende Leistung in einem vorteilhaften, aber nicht einfachen Endspiel. Mehr als 40 Kiebitze standen über eine Distanz von mehr als ein bis zwei Stunden rund um das Brett der Zwölfjährigen, als sich die Sensation abzeichnete. An den Gesichtern der Kiebitze war abzulesen, dass Uneinigkeit über den Gewinnweg der späteren Siegerin herrschte und doch war man wie gefesselt, als Filiz überraschend stark kalkulierte Züge Richtung Ziel fand. Die meisten der Kiebitze dürften andere Pläne entworfen haben, wie den bewundernden Reaktionen zu entnehmen war. Von all dem ließ sich die Spielerin des USV TU Dresden nicht eine Sekunde beeindrucken. Nicht von der Zeit, die insgesamt drei Mal gegen Null tickte, einmal sogar mit nur einer Restsekunde bis ihr der Uhrendruck wieder 30 Sekunden mehr aufspielte. Nicht vom Remisangebot des Großmeisters, als der bei weitem noch nicht so hoffnungslos wie zum Ende stand. Auch die zweimaligen Mattdrohungen, die Tahirov in schwieriger Stellung aufbaute, entgingen ihr trotz beidseitiger Zeitnot nicht. Die Krönung war jedoch die fantastische Königswanderung von e6 bis tief ins weiße Lager nach f2, von dort aus wieder zurück nach g6, um dann den gewinnbringenden Anlauf bis nach e2 zu nehmen.

Mit dem Sieg gegen den Schachgroßmeister Farhad Tahirov aus Aserbeidschan erspielte sie sich ihren aller ersten Sieg gegen einen internationalen Titelträger. Es wird nicht ihr letzter Sieg gegen einen Meister gewesen sein, aber es ist trotzdem für alle hier - insbesondere für ihren anwesenden Trainer Davit Lobzhanidze ein großer Moment; vor den Augen ihres übeglücklichen Vaters.
Die Schülerin des Sportgymnasiums Dresden gewann nach einer nimzoindischen Eröffnung im Mittelspiel geschickt einen Bauern und später eine Qualität.

Gerade erst vor drei Tagen wurde Filiz dafür geehrt, doppelte deutsche Meisterin zu sein, denn sie errang 2008 zum zweiten Mal gleichzeitig den Titel der Mädchen und Jungen. Damit ist die Nachwuchshoffnung zur Zeit erfolgreicher, als es die deutsche Nummer Eins der Frauen, Elisabeth Pähtz im gleichen Alter war. Ironie des Schicksals?! Elisabeth Pähtz ist die Freundin Farhad Tahirovs.



Siegerehrung Schnellschach-Grand-Prix
SWISS-K.O. auch im Schnellschach
Klaus J. Lais

Der vierte olympische Schnellschach-Grand-Prix endete mit einem Sieg des für Cottbus spielberechtigten Karsten Schulz. Das änderte aber nichts mehr an der Gesamtwertung, in der Cliff Wichmann nahezu uneinholbar führte. Zu gewinnen gab es reihenweise Eintrittskarten, Preisgeld und Hotelgutscheine. Einige Tickets für die Schacholympiade wurden aus dem Siegerpokal des Gewinners ausgelost und so freute sich doch eine ganze Reihe an Teilnehmern, im November hautnah dabei zu sein. Auch der olympische Schnellschach-Grand-Prix wird konsequenterweise im Swiss-K.O-Modus gespielt, ebenso wie das Open. Noch immer gibt es Nachfragen, wieso die ein oder andere Paarung möglich ist: Durch den K.O.-Modus muss zunächst eine Anzahl in Zweierpotenz gefunden werden, um die restlichen Spieltage zu bestehen - hier also 256. Das bedeutet, etwas mehr als 100 Spieler erhielten eine "Wildcard" für den K.O.-Modus, obwohl sie in Runde 1 verloren. Da es aber für den K.O.-Modus unerheblich ist, wie man in Runde Zwei kam (zum Beispiel auch durch Tiebreak nach Remis) haben alle heute einen Punkt, bis auf die an 310 Teilnehmern aufgerechnete Spieleranzahl, die gestern verlor und keine Wildcard erhielt. Von nun an halbiert sich die Führungsgruppe gnadenlos, bis zum Schluss das Finale steht.



Gerald Hertneck
Das Phantom des Opens
Klaus J. Lais

Eine Riesenüberraschung, die keine sein sollte - sozusagen das "Phantom des Opens", lieferte der Setzlistenerste Murtas Kazhgaleyev aus Kasachstan. Nämlich einfach dadurch, nicht anwesend zu sein. Als einer der Favoriten des Turniers stand er auf allen Listen. Sowohl bei der Voranmeldung, als auch in der Reservierung des Hotels, als registrierter Gast und schließlich auf der persönlichen Meldeliste. Bis zuletzt blieb unklar, wie er es als Phantom bis an Brett Eins geschafft hat, Tatsache ist: Er ist nicht hier. Es gibt sicher Schlimmeres als kampflos zu gewinnen oder zu verlieren. Zum Beispiel schon in der ersten Runde als Favorit nur Remis zu spielen, aber es kommt gerade bei großen Open immer wieder vor. Einer der gewonnen hat, ist Gerald Hertneck (Bild). Der Münchner spielt seit vier Jahren wieder ein Open mit, wie er selbst berichtete. Andere traf es härter. Den Polen Tomasz Markowski - gesetzt an 6 - beispielsweise, der gegen Heiko Franke vom Tus Coswig nur ein Remis erreichte. Die 700 Punkte ELO-Unterschied machten sich nicht bemerkbar. Ganz im Gegenteil. In einer ohnehin schlechten Stellung fand der Pole einen fragwürdigen Zug nach dem nächsten, bis die Spieler sich in dem Moment auf ein Remis einigten, in dem Franke laut Rechner eine Stellung mit "Matt in 10" erreicht hatte. Weniger überraschend war dann, dass der Großmeister sich im Tiebreak durchsetzte.



Nidjat Mamedov
Munter Favoriten schrecken
Klaus J. Lais

Die nächste Überraschung war dann das Remis zwischen Jesper Morch Lauridsen (2262) gegen Alexander Donchenko (1832). Auch der Öffentlichkeitarbeitsreferent der Deutschen Schachjugend, Falco Nogatz, erreichte ein überraschendes Remis gegen winen viel stärkeren Gegner. Weitere folgten. Olena Kosovska, Setzranglistenplatz 251, schaffte gar einen Weißsieg, ebensoo wie Jascha Fiebich (275) und Merlin Jannes Thamm (285).




   
Anna Zozulia   Elisabeth Paehtz   Maria Schoene


Jetzt gehts los
Begrüßung im Rekordjahr
2008 - Start ins Rekordjahr
Klaus J. Lais

Am Ende waren es 309 Schachfreunde, die in die erste Runde des ZMD-Opens 2008 des Schachfestivalvereins starteten, doch bis dahin war es ein ungewohnt langer Weg. Standen noch 320 Schachfreunde in der Voranmeldeliste, so tauchten doch zum Meldeschluss zunächst "nur" 290 Punktesammler auf und so kurz vor der Auslosung waren noch ausreichend Plätze frei für Nachrücker. Und sie rückten nach. Allerdings nicht so, wie es sich das auslosende Schiedsrichterteam wünschte. In zähem 5-Minuten-Takt kamen kleine verspätete Gruppen an, bis schließlich die "magische" 300 überschritten war und es war schon nach Vier, als die Marke bei 309 stehenblieb. Das freute ja alle, nur nicht die wartenden 290 Schachfreunde und die entnervten Ausloser, die sich an den Zeitplan hielten und so geschah erstmals, was sicher auch letztmals passierte: Das Turnier startete mit unangenehmer Verspätung, aber schon am gleichen Abend wurden wirksame Pläne zur Vermeidung einer Wiederholungstat 2009 geschmiedet. Letztendlich entschädigt uns die sehr ordentliche Teilnehmerzahl mit über 300 Schachfreunden und bei der großen Anzahl an Titelträgern ist es umso spannender, wie sich das Feld im "Swiss-K.O." verhält- denn von den 309 Spielern gewinnt nur einer - nämlich der, der sich in allen neun Runden durchsetzt. 54 Schachfreunde finden sich schon am Sonntag im Schweizer System wieder und machen sich auf die Jagd nach Plätzen und Punkten ab Rang Zwei, einige kommen als "Lucky Loser" noch ins K.O-System weiter. Der Turniermodus gewinnt offensichtlich an Beliebtheit.



News
18.07.2010
In der 8. Runde konnte sich der sehr stark spielende Georg Meier gegen den Iraner Ehsan Ghaem-Maghami durchsetzten.In der letzten Runde schenkte er Ghaem-Maghami jedoch den Sieg.Nun musste die Entscheidung im Tiebreak gefunden werden.Die erste Tiebreak-Partie entschied wiederrum Georg Meier für sich und ging so mit einem guten Rückhalt in die zweite Partie.In dieser riskierte Ghaem-Maghami alles opferte sogar einen Turm, aber es reichte nicht zum Ausgleich.Damit feierte Georg Meier einen verdienten und ungefährdeten Tuniersieg.
Georg Meier setzt sich durch!
Aktueller Turnierstand
Ehsan Ghaem Maghami
Sergei Ovsejevitsch
Andrei Kovalev
Stanislav Savchenko
Piotr Bobras
Alexander Graf
Bartlomiej Heberla
Robert Kempinski
Nidjat Mamedov
10  Jens-Uwe Maiwald
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