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| Ende der letzten Partie, li Ovsejevitsch, re Epishin |
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Vladimir Epishin gewinnt das ZMDI-Open 2009
Dr. Detlef Schmidt
In einem hochdramatischen Finale durch alle „Instanzen“ konnte sich der 44-jährige Russe gegen den neun Jahre jüngeren Ukrainer Sergei Ovsejevitsch durchsetzen. Ovsejevitsch hatte vorher die an Nummer 1 und 2 gesetzten Spieler Baklan und Kempinski ausgeschaltet und damit das etwas schwerere Vorprogramm absolviert. Vielleicht hat das auch zu viel Kraft gekostet um nun ach den starken Russen zu schlagen. Epishin der seit vielen Jahren als einer der besten Strategiespieler der Welt gilt, hat sich mit diesem Sieg, wie er sagte “ … einen Traum erfüllt“ und zum ersten Mal seit fast zwei Jahren ein großes Turnier gewonnen. Das mit 278 Teilnehmern besetzte Feld war zwar etwas kleiner, aber dafür stärker besetzt, als im letzten Jahr. Daher ist es aus Dresdner Sicht umso erfreulicher, dass sich gleich drei heimische Spieler unter die ersten 50 platzieren konnten. Sebastian Rudolf (SG Grün-Weiß Dresden) gelang dabei an seinem 19. Geburtstag das Kunststück, mit Platz 24 als erster titelloser Spieler die Phalanx der Großmeister und Meister zu durchbrechen. Ebenfalls 6,5 Punkte erreichte der auf Platz 30 angekommene Rainer Rösemann, der in der nächsten Saison für den SV Bannewitz spielen wird. Nur einen halben Zähler weniger erzielte Christoph Herrich (Schwarz-Weiß Königsbrück), der damit auf Platz 45 ankam.
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Die 20 Hauptpreisgewinner
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Die Bilder aller noch anwesenden Sieger
Dr. Detlef Schmidt
Ein großes Turnier verdient auch viele Preisträger! Beim ZMDI-Open 2009 sind es eigentlich genau 44. Es gilt allerdings die Regel, dass nur einen Preis erhalten kann, wer auch zur Siegerehrung anwesend ist. Hier die Bilder derjenigen, die gerne ihren Preis entgegengenommen haben.
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| Beste Dame |
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Sieger Gruppe H |
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Sieger Gruppe G |
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| Sieger Gruppe F |
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Sieger Gruppe E |
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Sieger Gruppe D |
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| Sieger Gruppe C |
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Sieger Gruppe B |
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Sieger Gruppe A |
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| WIM Melanie Ohme (GER) |
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Neuerung im Programm
Dr. Detlef Schmidt
Im Verlauf des Turniers gab es eine interessante Änderung. In dem Zeitfenster zwischen dem regulären Ende der Runde und der Durchführung der Tiebreaks präsentierten und kommentierten ein oder zwei der anwesenden Großmeister bzw. der Internationalen Meister eine ihrer Partien. Es war ihnen überlassen, ob sie dabei eine Partie des laufenden Turniers, oder eine andere Partie ihrer Wahl darstellen wollten. Mit Rücksicht auf ihrfe Verfassung ist selbstverständlich Rücksicht darauf genommen worden, wie sie an dem Tag ihrer Präsentation gespielt hatten, oder ob sie gar noch im Tiebreak spielen mussten. Ich war sehr angenehm überrascht von der sofortigen Bereitschaft, bei dieser Idee mitzuwirken und etwas von ihrer Denkweise, ihren Ideen im Verlauf der Partie preiszugeben. Insgesammt haben 11 Großmeiter, ein internationaler Meister und eine internationale Meisterin zumindest einen kurzen Einblick in ihre spielerischen Geheimnisse gewährt. Trotz der für ein "normales" Open ungewöhnlichen Idee, fanden die Präsentationen regen Anklang. Bis zu 50 Zuschauer fanden trafen sich bei der täglichen Präsentation, die natürlich noch etwas improvisiert war. Besonders hervorheben möchte ich Melanie Ohme aus der Reihe der Präsentierenden. Sie war nicht nur die einzige Frau, die eine Partie präsentierte, sie war auch die einzige, die eine Verlustpartie, nämlich die aus ihrem Tiebreak des Vortages darstellte.
Allen, die eine Partie dargestellt haben, sei an dieser Stelle mit den Fotos aus den Vorträgen noch einmal ausdrücklich gedankt. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, das Turnier auch für Zuschauer noch interessanter zu gestalten.
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| Sebastian Rudolf |
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Rainer Rösemann |
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Christoph Herrich |
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| viel zu früh? |
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Das Ende ist absehbar!
Dr. Detlef Schmidt
es ist kaum zu glauben, aber das Turnier ist fast zu Ende. Noch eine Runde und dann ist das ZMDI-Open 2009 Geschichte. Die Kontrahenten im Halbfinale des KO-Systems haben sich auch heute nichts geschenkt. Beide regulären Partien wurden ausgekämpft, vielleicht sogar ins Remis gerettet. Die Entscheidungen mussten also in dem vier Nationen-Tiebreak fallen. Während es dem Russen Epishin gelang, im Endspiel seines Tiebreaks gegen den Georgier Arutinian einen Vorteil in Form eines Bauern zu erlangen, der auch zum Sieg reichte, war der Tiebreak zwischen dem Polen Kempinski und dem Ukrainer Ovsejevitsch auch im Tiebreak ausgeglichen. Das bedeutete eine Entscheidung in einer Blitzpartie. Für viele der Zuschauer war bestimmt der heimliche Turnierfavorit Robert Kempinski auch in dieser Begegnung höher eingeschätzt worden. Es kam aber anders. Sergei Ovsejevitsch, der mit den weißen Steinen gewinnen musste, um ins Finale zu kommen, war zunächst sehr um eine ausgeglichene Stellung bemüht, um dann, darauf aufbauend zunächst minimale Vorteile für sich zu erarbeiten, die sich so weit verdichteten, das die Stellung Kempinskis nicht mehr zu halten war.
Die Endspielbegegnung lautet also: Vladimir Epishin gegen Sergei Ovsejevitsch, diesen Abschluss hätte zu Beginn des Turniers wohl kaum jemand vorhergesagt. Auf jeden Fall ist auch morgen eine spannende Begegnung zu erwarten, schenken werden die Beiden sich kaum etwas.
Auch sonst war für genügend Spannung gesorgt, der Sieger der letzten beiden Jahre Ehsan Ghaem Maghami und Thomasz Markowski hatten sich von ihren vorherigen Niederlagen noch nicht erholt und verloren abermals. Illya Nyzhnyk hat seine gestrige druckknopfbedigte Niederlage jedoch gut weggesteckt und erneut unbekümmert gewonnen. Die heimischen Sebastian Rudolf, Christoph Herrich und Rainer Rösemann haben mit 6 bzw. 5,5 Punkten bisher ein riesiges Turnier gespielt und damit bisher auch so manchen Titelträger hinter sich gelassen. Möge das auch so bleiben, es wäre ihnen zu gönnen.
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| Tiebreak Epishin - Arutinian |
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Tiebreak Kempinski - Ovsejevitsch |
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Tiebreak Ovsejevitsch - Kempinski (Blitz) |
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Damenquote?
Dr. Detlef Schmidt
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Leider gibt es in Schachturnieren im Allgemeinen viel zu wenig teilnehmende Damen. Es soll sogar Stimmen geben, die behaupten, das Damen generell schlechter spielen als Männer. Wenn ich lange genug nachdenke, fallen mir bestimmt auch ein paar Namen dazu ein. Nach einer sehr aktuellen Studie aus England stimmt das jedoch nicht, generell spielen Damenm nicht schlechter als Männer. Das der Eindruck entstanden ist, soll einfach daran liegen, dass es viel zu wenig Schach spielende Damen gibt. Wie dem auch sei, wir freuen uns jedenfalls darüber, dass es immerhin 21 Teilnehmerinnen sind, falls ich niemand übersehen haben sollte, die in diesem Turnier mitspielen. Vielleicht kann ja die kleine Bilderserie dazu beitragen, dass es im nächsten Jahr ein paar mehr werden.
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| Geburtstagskind mit Gratulanten |
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"Versehentliche" Ablenkung ...
Dr. Detlef Schmidt
war nötig, damit Nicki an ihrem 18. Geburtstag nicht zu früh ins Organisationsbüro kommt und den Rest des Teams bei den Vorbeeitungen überrascht. Wir freuen uns natürlich, dass sie heute hier ist und ihr eine kleine Freude bereiten können.
Also, alles erdenklich Gute zum Geburtstag natürlich auch allen anderen Geburtstagskindern des heutigen Tages, von denen es tatsächlich noch drei! gibt, die auch hier sind. Dieser Tag scheint wohl etwas besonderes zu sein.
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| Tiebreak der 7. Runde |
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Hoch gepokert und ...
Dr. Detlef Schmidt
verloren. Heute ist eine über fast drei Jahre andauernde Serie von Blitzentscheidungen im Tiebreak, die alle für Ehsan Ghaem Maghami (Iran) positiv ausgegangen sind, zu Ende gegangen. Der aus Georgien stammende David Arutinian hat diese Serie ebenfalls in einer Blitzpartie beendet. Damit ist der Traum von der erneuten Titelverteidigung ausgeträumt.
Von den insgesamt vier Partien, die noch im KO-System zu spielen waren, wurden noch zwei weitere im Tiebreak entschieden.
An Brett 1 zwischen Vladimir Baklan und Sergei Ovsejevitsch (beide Ukraine) gab es ebenfalls eine dicke Überraschung, als der an Nummer 1 gesetzte Baklan einen Angriff offensichtlich zu optimistisch anging und dabei eine Figur ins Geschäft stecken musste. Dennoch besaß er immer noch genügend Initiative um Ovsejevitsch das Leben schwer zu machen, aber alles zaubern half nichts, die fehlende Figur war einfach zu viel.
Der Titelverteidiger und der an Nummer 1 Gesetzte sind damit aus dem KO-System ausgeschieden.
Wer bleibt noch? Richtig es fehlen noch der an Brett 2 spielende und als Nummer 2 gesetzte Robert Kempinski (Polen), der sich ebenfalls im Tiebreak gegen Hera Imre (Ungarn) durchsetzen konnte.Im Endspiel hatte Kempinski eine Qualität für zwei verbundene Freibauern am Damenflügel gegeben, die sich in Verbindung mit dem Läuferpaar als zu stark für den Ungarn erwiesen haben.
Lediglich die Partie zwischen Thomas Luther und dem Russen Vladimir Epishin endete bereits in der regulären Begegnung mit einem Sieg für Epishin. Thomas Luther erwischte heute einen schlechten Tag und sah gegen die ehemalige Nummer drei der Weltrangliste nicht wirklich gut aus.
Außerhalb des KO-Systems gab es aber auch noch hochdramatische Begegnungen.An Brett 6 drückte Illya Nyzhnyk (Ukraine), der gegen Alexander Graf (Deutschland) spielte und noch über eine Restzeit von 13 Sekunden verfügte, die Uhr nicht richtig und überschritt so die Zeit, als er in sehr aussichtsreicher Stellung gerade seinen 40. Zug ausführen wollte. Für den 12-jährigen ist das besonders tragisch, da er sich bis dahin Hoffnung machen konnte, in diesem Turnier sicher eine Wertung von über 2500 ELO-Punkten zu kommen, was vor ihm in diesem Alter bisher nur Judith Polgar gelungen ist.
Etwas weiter hinten im Feld ereignete sich ein Endspiel, vor dem sich wohl die meisten Schachspieler fürchten. König, Läufer und Springer gegen einen einsamen König.
An Brett 38 haben dies Guntram Ledfuß und Erik Schäfer geübt. Lange sah es so aus als wollte es Schäfer nicht gelingen, den weißen König innerhalb der 50-Züge Regel in die richtige Ecke zu treiben und diesen dort Matt zu setzen. Es mussten doch einige Irrungen überwunden werden, bis es vor mittlerweile großem Publikum, im 47 Zug dieser Regel doch gelang.
Gegen Ende des Turniers wird es auch immer schwieriger, Großmeister zu finden, die eine Partie von sich präsentieren, da sie entweder zu Beginn der Präsentation noch spielen, oder in Kürze zum Tiebreak antreten müssen. Daher konnte heute mit Pawel Jaracz „nur“ einer dieser Garde gewonnen werden. Zu den Präsentationen wird es aber insgesamt noch einen eigenen Bericht geben.
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| Gut aufgestellt... auch Turnierleitung und Schiedsrichter |
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Ans Eingemachte
Klaus J. Lais
Tag Sechs des ZMD Open und damit der zweite Tag der Begegnungen zwischen den Titelträgern. Zeit, einen genaueren Blick auf die Paarungen der Spitze zu werfen.
An Brett Eins hat es der für Porz spielende Vladimir Baklan bisher recht souverän angehen lassen und es mit den schwarzen Steinen heute mit Tornike Sanikidze zu tun. Der 20-jährige Georgier gehört zu den TopTen-Spielern seines Landes und eröffnet gewöhnlich mit 1.d4 oder 1.c4 In Capelle la Grande und bei den Europäischen Einzelmeisterschaften 2009 hatte er vier Kurzremisen unter zehn Zügen auf der Rechnung. Diesmal scheint er kämpferischer aufgelegt und wird mit Weiß sicher im ersten Anlauf gegen den Topfavoriten gewinnen wollen.
An Zwei sind mit dem Polen Kempinski und dem Baklan-Landsmann Alex Kovchan (Ukraine) zwei eher unsichere Kandidaten im direkten Vergleich. Kempinski zeigte ungewohnte Schwächen in den vorigen Runden und auch Kovchan machte nicht den sichersten Eindruck. Gut möglich, dass es beide heute auf einen Tiebreak ankommen lassen.
Aus deutscher Sicht interessant - die Paarung an Drei. Thomas Luther hatte mit dem Niederländer Tom Meurs so seine Probleme, Markowski wird sich die Partie sciher angeschaut haben. Beide Polen, die an Zwei und Drei gesetzt sind, spielen seit Jahren die Turniere des ausrichtenden Vereins mit. Als Stammgäste sind sie an Modus und Spielbedingungen noch besser gewöhnt, als der sympathische Erfurter. Thomas mit Schwarz zu besiegen wird allerdings eine ganz harte Aufgabe.
An Vier ist Vladimir Epishin noch dabei. Er trifft heute auf einen weiteren polnischen Großmeister: Pawel Jarasz. Der 34-Jährige gilt als vielfältiger Theoretiker und kennt sich auf zu vielen Gebieten aus, als dass Epishin ihn überraschen könnte. Dennoch wird sich der erfahrene Russe das Zepter mit Weiß kaum aus der Hand nehmen lassen. Eine spannende Partie.
An Fünf gesetzt und noch dabei: Der zweimalige Sieger aus 2007 und 2008: Ehsan Ghaem Maghami. Der Mann mit den Nerven aus Stahl, der hier wieder zwei Mal im Tiebreak überzeugte, zuletzt im Blitz, riskiert gern weniger in den Turnierpartien weil er sich auf seine Stärke im Schnellschach verlassen kann. Bei seinem Sieg 2008 spielte er inklusive dem Finale fünf Tiebreaks in Folge siegreich. Das dürfte den bisher eher unsicheren Andrej Kovalev veranlassen, mit Weiß auf Sieg zu spielen. Prognose: Verlängerung?
An Sechs Stammgast Alexander "Zecke" Graf - mit Weiß eine Bank. Er spielt gegen den Junioren David Arutinian aus Georgien. 60 ELO-Punkte sind nicht die Welt, aber mit Schwarz gegen den d4-Spezialisten zu bestehen, ist ein ziemlich gut motiviertes Unterfangen.
Auch die Nummer Sieben, Sergej Ovsejevitch, auch aus der Ukraine - ist noch dabei. Er ging in Runde Vier einmal in den Tiebreak und spielt heute mit Schwarz gegen seinen Landsmann Stanislav Savchenko. Die beiden dürften sich kennen. Tiebreak?
Da die Nummern Acht und Neun schon draußen ind, spielt am letzten "Pokalbrett" Imre Hera aus Ungarn. Mit Weiß geht es gegen die Setzlistennummer 27, die Turnierüberraschung Awam Wahono. Der Indonesier ist Fidemeister und mit 2399 ELO geradezu krasser Außenseiter. Immerhin besiegte Wahono den an Acht gesetzten Stauffer Open-Gewinner Normunds Miezis gestern im Tiebreak. Warum sollte ihm das kein zweites Mal gelingen?
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An Spannung kaum noch zu überbieten
Dr. Detlef Schmidt
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war die heutige sechste Runde des ZMDI Open. Zumindest was die Partien der KO-Runde anbelangte. Von den angesetzten acht Begegnungen endeten sechs im Tiebreak von denen wiederum drei in eine Blitzentscheidung mündeten.
Etwas tragisch endete der Tag für Tomasz Markowski (Polen), der es an seinem heutigen Geburtstag nicht schaffte Thomas Luther aus Erfurt zu bezwingen und schließlich in einer hochdramatischen Blitzentscheidung verlor.
Der Mann mit den eisernen Nerven, gemeint ist Ehsan Ghaem Maghami (Iran), hat es auch heute darauf angelegt, in eine Blitzentscheidung zu geraten, als er es in den vorausgegangenen Partien nicht schaffte seinen Kollegen Andrei Kovalev (Weißrußland) zu besiegen. Um es kurz zu machen, der Coup gelang auch dieses mal. Mit Weiß spielend konnte Ghaem Maghami schnell einen Vorteil herausarbeiten, der sich schließlich auch verwerten ließ.
In der dritten Blitzentscheidung trafen Robert Kempinski (Polen) und Alexander Kovchan (Ukraine) aufeinander, die Kempinski für sich entscheiden konnte.
Die anderen Tiebreakpartien waren an Brett 1:
Tornike Sanikidze (Georgien) gegen Vladimir Baklan (Ukraine), hier wurde zäh um jeden Millimeter Boden gerungen. Immer wenn das Publikum schon glaubte, für die eine oder andere Seite einen Vorteil zu erkennen, zauberte einer der Kontrahenten wieder etwas aus dem Hut und die Stellung schien ausgeglichen. Das glücklichere aber verdiente Ende lag auf Seiten Baklans, der sich mit einem riskanten Manöver einen entfernten Freibeiern schaffen konnte. Diese Bauer ließ sich zwar nicht direkt verwerten, gab aber den nötigen Freiraum für den anderen Flügel, was dann ausschlaggebend war.
An Brett 4:
Vladimir Epishin (Russland) gegen Pawel Jaracz (Polen), es war das erwartet schwerblütige Spiel, das lange wie ein Remis aussah. Epishin hatte einen Turm für einen Springer und zwei Bauern getauscht, es sah aber lange nicht danach aus, dass sich daraus ein Vorteil herleiten könnte. Er nutzte fast seine gesamte Bedenkzeit, um im Endspiel einen Weg zu finden, mit Dame und Springer und Bauer gegen Dame und Turm mit einem Mattangriff zu gewinnen.
An Brett 7:
Stanislav Savchenko gegen Sergei Ovesejevitsch (beide Ukraine) auch hier gab es eine hochdramatische Partie, die Savchenko durch Zeitüberschreitung verlor, als er in hochgradiger Zeitnot die Uhr nicht richtig drückte.
Die übrigen Partien endeten nicht weniger spektakulär, auch wenn es dort kein Tiebreak gab.
An Brett 6:
trafen Alexander Graf (Deuschland) und David Arutinian (Georgien) aufeinander. Arutinian stand gestern gegen die Iranerin Ghaderpour am Rande einer Niederlage und hatte sich diese Situation offenbar zu Herzen genommen. Jedenfalls spielte er gegen den Deutschen Nationalspieler wie ausgewechselt und das mit den schwarzen Steinen. Es gelang ihm, einen ganzen Läufer für einen Bauern zu gewinnen und diesen Vorteil ins Endspiel zu retten.
An Brett 8 spielte Hera Imre (Ungarn) gegen den einzig verbliebenen Nicht Großmeister im Teilnehmerfeld, Awam Wahono (Indonesien), der gestern den lettischen Großmeister Normunds Miezis geschlagen hatte. Hera nahm aber seinen Gegner sehr ernst und wollte auch von Anfang an keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, wer das Spiel bestimmt. Das gelang ihm auch sehr eindrucksvoll.
Für den morgigen Tag folgt daraus an den verbleibenden vier Begegnungen treffen nur noch Großmeister aufeinander, die wieder für einen spannenden Tag sorgen werden.
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News |
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Aktueller Turnierstand |
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1 |
Vladimir Epishin |
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2 |
Sergei Ovsejevitsch |
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3 |
Robert Kempinski |
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4 |
David Arutinian |
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5 |
Andrei Kovalev |
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6 |
Tornike Sanikidze |
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7 |
Alexander Kovchan |
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8 |
Alexander Graf |
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9 |
Thomas Luther |
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10 |
Vladimir Baklan |
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