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1st World Chess Games of Disabled Dresden 2011
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Chessbase
Ein wenig Statistik und Zahlen zur 12. Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft


Anzahl der teilnehmenden Mannschaften: 78 Mannschaften mit 359 Spieler

Mannschaften aus den folgenden 20 europäischen Staaten:
Belgien (1), Dänemark (2), Deutschland (34), England (2), Finnland (6), Island (1), Israel (1), Italien (1), Luxemburg (1), Niederlande (4), Norwegen (7), Österreich (5), Russland (2), Schott-land (2), Schweden (4), Schweiz (1), Spanien (1), Tschechien (1), Türkei (1), Wales (1).

Gespielte Partien je Runde:
156 Partien => gesamt: 1404 Partien mit ca. 56 500 Züge

Spielmaterial:
Bretter: 156 in den Spielräumen + 40 im Analyseraum => 210
Figuren: 6.720
Schachuhren: 156 + Reserve => 160
Spielformulare: 2808 + Zusatzformulare für längere Partien => 2900
Partieunterlagen: 312 Unterlagen + Reserveunterlagen => 320
L-Ständer: 359 Ständer für Spieler + 42 für Tischnummern => 410 L-Ständer

Die Live-Partien des ichess-Systems wurden im Außenbereich präsentiert
LIVE-Übertragung der jeweils ersten drei Wettkämpfe

=> 108 Partien mit 15.520 Halbzügen

Erstmals erfolgte eine Darstellung der LIVE-Übertragung mit allen 12 Partien gleichzeitig für die Zuschauer mittels leistungsstarkem Beamer (herzlichen Dank an das Team von ichess)

(Bild Übertragung)

In den Wettkampfräumen:
152 Tische 1,83 x 0,83 (je 2 Tische für einen Mannschaftskampf) + 4 Tische 1,22 x 0,60
hinzu kommen Tische für die Schiedsrichter in 2 Räumen, für den Analysebereich und für das Organisationsbüro => 180 Tische
312 Stühle für die Spieler, diverse zusätzlich => 500 Stühle

1 Aufsteller + 1 Mannschaftsmappe pro Mannschaft + 20 Fahnen der teilnehmenden Staaten.

Teilnehmer am Rahmenprogramm: 300 Teilnehmer an 11 Veranstaltungen

Besondere Vorlieben: Panometer, Konzert in der Weber-Gedenkstätte, Porzellanmanufaktur Meissen (mit Einkäufen), Bäckerei Reimann (mit Einkäufen), Brauerei Radeberg und Uhrenin-dustrie Glashütte

Ausgegebene Geldpreise: Plätze 1 – 5 insgesamt 3 600 €
Größte Platzzifferverbesserung: 200 €
ges. 3 800 €
Medaillen für alle Mitglieder der drei Siegermannschaften + Medaillen für 359 Teilnehmer +
5 Preise für die Brettbesten an Brettern 1 – 4 + Geschenke für Geburtstage => 414 Preise





Die Sieger des Schachfrühlings 2010 auf einem Bild: Schweiz (2., links), Russland (1., mitte) und Finnland (3., rechts)
Per Ofstad verabschiedet sich von der europäischen Funktionärsbühne
Smile - you are in Dresden!
Klaus J. Lais

Mit einem rührenden wie würdevollen Abschied von Per Ofstad als Referent für das Seniorenschach der ECU geht die 12. Mannschaftsmeisterschaft der Senioren Europas zu Ende. Sieger Russland, die Vizemeister Schweiz, die Dritten aus Finnland sowie die folgenden Plätze wurden ebenso geehrt wie die Brettbesten und die Mannschaft mit der besten Performance im Vergleich zum Setzlistenplatz. Ganz zum Schluss der Siegerehrung, die von Bürgermeister Jörn Marx und dem "Trio Caros" in der Besetzung Violine, Cello und Flöte begleitet wurde, bekamen alle Teilnehmer Medaillen. Dr. Hans-Georg Hamm als Referent des deutschen Seniorenschachs sprach ein paar schöne Abschiedsworte zu den Teilnehmern in Englisch und Russisch. Rost van Tonningen aus den Niederlanden bedankte sich stellvertretend für die Teilnehmer. Ganz zum Schluss wünschen eine gute Heimreise und ein hoffentlich gesundes Wiedersehen in 2012 das Team des Schachfestival e.V.: Dirk Jordan, Falk Sempert, Marco Schaarschmidt, Andreas Schneider, Gerhard Schmidt, Helga Schmidt, Werner Schreyer, Egmont Pönisch, Sven Baumgarten, Jens Luger, Florian Nitze, Detlef Schmidt, Helga Jäsche, Andrea Hafenstein, Steffen Banda, Roy Wendel, Orland Krug, Felix Fürnhammer, Alexander Simon, Franz Gärtner, Klaus-Jörg Lais.




   
Vizemeister Schweiz   Russland gewinnt   Sieger der Performance-Wertung Blindern Oldtimer (+34 Plätze)


   
Die Brettbesten des Turniers: Anatoly Donchenko (Hessen1) und Mark Tseitlin (Israel) an Brett 1, Alexander Jongsma (Amsterdam) an Brett 2, Vladimir Karasev (St. Petersburg) an Brett 3, Alexander Petrushin (Russland - mit 8,5 aus 9!) an Brett 4 und Dietmar Bec (Dresdner Springer) an Brett 5   Bürgermeister Jörn Marx nahm die Siegerehrung höchstpersönlich vor   Blick in den Saal bei der Siegerehrung

Christian Clemens mit einem schnellen Remis
Runde 9: Start-Ziel-Sieg für die Nr. 1
Klaus J. Lais

Mit einem Start-Ziel-Sieg, wie er an Deutlichkeit kaum zu übertreffen ist, gewann die russische Vertretung in der Besetzung Vitaly Tseshkovsky, Evgeni Vasiukov, Nikolai Pushkov, Alexander Petrushin und Oleg Chernikov die 12. Europäische Mannschaftsmeisterschaft der Senioren. Am Schlusstag gewannen die Favoriten gegen Italien mit 2,5:1,5, wobei Spitzenspieler Tseshkovsky seine zweite Partie verlor, aber die Kollegen an Brett Zwei und Drei in Führung gingen. Den Sieg komplettierte das Remis von Chernikov an Brett Vier. Damit gewinnt nicht nur die Truppe auf dem Setzlistenplatz Nr. 1 - es ist auch der souveränste und höchste Sieg eines Teams, den es je in diesem Wettbewerb gab. 29 erspielte Brettpunkte, das bedeutet im Schnitt einen Sieg mit mindestens 3:1 Zählern. Herzlichen Glückwunsch den verdienten Siegern!

Das Hauptaugenmerk des letzten Spieltags richtete sich auf die Partie Deutschland gegen die Schweiz. Chritsian Clemens (Bild) remisierte sehr früh, Hans-Joachim Hecht hatte in einer lange sehr spannenden und positionell anspruchsvollen Stellung am Ende doch noch das Nachsehen, während Klaus Klundt wie so oft unnachahmlich eine ausgeglichene Stellung im Turmendspiel langsam aber sicher zum SIeg drehte. Tragisch verlief die Partie einmal mehr für Wolfgang Uhlmann. Gegen Viktor "den Schrecklichen" Kortschnoi, erarbeitete sich Uhlmann einen Endspielvorteil, den er in der 81-zügigen Partie nahezu 40 Züge lang hielt, aber am Ende doch wieder hergeben musste. So endete das Duell mit den Eidgenossen schiedlich-friedlich mit 2:2, was für die Schweiz zu Rang 2, für Deutschland aber nur zu Rang 4 reichte.

Dazwischen schoben sich tatsächlich noch die Finnen, lange Zeit mit schwankenden Resultaten, aber mit einem enormen Schlussspurt. Weil alle anderen Teams für die Skandinavier spielten, reichte das 2,5:1,5 gegen Schweden am Finaltag, um Rang Drei zu erspielen. Mit nur einem halben Punkt Rückstand folgt dann das deutsche Quartett. Auf Rang Fünf eine weitere Vertretung aus dem großen Reich des bärenstarken Schachs: St. Petersburg. Mit Titelverteildiger Tschechien auf Rang Fünf, Hessen, Wien, Italien und Schottland sind die ersten Zehn komplett. Die lange Zeit in absolutem Führungsstil spielenden Österreicher landen auf Platz 11 vor dem ebenso enttäuschenden Israel.



Da staunte Mark Tseitlin nicht schlecht: Sein halber Punkt war alles
Runde 8: Unglaublich souverän
Klaus J. Lais

Mit einer Wiederholung des russischen Feuersturms vom Tag zuvor steht der Sieger bereits vorzeitig fest. Erneut 3,5 Punkte erzielten die Mannen um Vitaly Tseshkovsky gegen einen der stärksten Mitkonkurrenten, nämlich Israel in der Vorschlussrunde. Und hätte Mark Tseitlin nicht schon nach 12 Zügen remisiert - wer weiß ob es gar zur Höchststrafe gelangt hätte. Mit einem lupenreinen Qualitätsopfer beendete beispielsweise Vasiukov gegen Lederman seine Gewinnpartie. Stepaks Widerstand brach Pushkov mit der Jagd auf den isolierten d-Bauern. Das Schlussdiagramm der Partie ist geradezu malerisch schön. Petrushin gewann nicht minder schön mit einem "stillen" Springerzug.

Noch klären wir hier, ob es je einen souveräneren Sieger gegeben hat, falls Russland auch noch das Match des morgigen Finaltags gewinnt. Gegner ist Italien.

Unterdessen gewannen Ates Ulker und Salih Muratoglu aus der Türkei (auch Teilnehmer der Senioren-Euro) die Dresdner Familienmeisterschaft. Der Titel ging allerdings an Matthias und Sebastian Rudolf als Dresdner Team. Einzelheiten finden Sie im Menü links unter Familienmeisterschaft.



Die zwei Damen des Rahmenprogramms(v.l.):Helga Jäsche und Dr.Helga Schmidt (Foto:Dagobert Kohlmeyer)
Sächsische Köstlichkeiten für die Schachspieler
Dr. Helga Schmidt

Das kulturell – touristische Rahmenprogramm für die Teilnehmer der 12. Europäischen Seniorenmannschaftsmeisterschaft im Schach und deren Begleiter war eine „Gaumenfreude“ für alle Sinne. In wechselnder Folge wurden Ausflüge zu den Schätzen sächsischer Kultur geboten.
Am Beginn dieser Perlenkette durften die Teilnehmer den Neumarkt vom Dachgarten der Schütz - Residenz bewundern und das barocke Dresden aus der Höhe des Panometers. Es gibt Frauen und Männer, die schon drei oder gar vier Mal dort waren.
Lovely, beautiful – so konnte man die verzückten Laute nach dem kleinen Konzert in der Carl Maria von Weber Gedenkstätte vernehmen. Das Duo Mercurius, Herr Christoph Geibel und Herr Alexander Köhler waren die Musiker, die zu solchen Begeisterungen mit ihren Darbietungen am Flügel und auf der Geige Anlass gaben. Mozart, Weber und Dvorak standen auf dem Programm.
Am Rosenmontag waren mehr die leiblichen Genüsse gefragt. Nach der Besichtigung der Brauerei in Radeberg floss das Bier sehr gut bei allen Teilnehmern, seien sie aus Norwegen, Schweden, Finnland, Luxemburg, Niederlande oder Deutschland.
Ein Besuch in der Porzellanmanufaktur Meissen, im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte und im Zisterzienser Kloster Panschwitz – Kuckau beendeten die Entdeckungen und Erkundungen in Dresden und Sachsen.
Ergänzt und abgerundet wurden diese Ausflüge für die Begleiterinnen der Schachspieler mit einem Besuch im Atelier bei Olaf Stoy. Dort gestalteten sie ihr Dresden Souvenir aus Porzellan. Der Besuch in der Bäckerei Reimann bot wieder lukullischen Genuss.
So konnten wir für 300 Teilnehmer in 10 Veranstaltungen neben den Schach“genüssen“ auch auf kulturell – touristischem Gebiet Erlebnisse bieten.

Danke allen denen , die uns unterstützt haben. Auf Wiedersehen in Dresden!!



Stefano Tatai, Italien 1
Runde 7: Kleine Olympiade - großer Sportsgeist
Klaus J. Lais

Genau 78 Mannschaften, mal vier eingesetzten Spielern, plus die herein rotierenden Ersatzspieler und Begleitpersonen, das macht gut und gerne 400 Teilnehmer bei der Mannschaftsmeisterschaft der europäischen Senioren. Zusätzlich gab es die beiden Wochenendturniere plus die heute beginnende Dresdner Familienmeisterschaft mit mehr als 30 teilnehmenden Pärchen. Den gestrigen Abend rundete das Blitzturnier ab, das der Israeli Tseitlin vor dem Russen Karasev und dem Schotten Pritchett gewann (32 Teilnehmer). Alles zusammen gerechnet reden wir also sehr berechtigt von mehreren hundert Teilnehmern.

Das charakterisiert durchaus (klein-)olympischen Sportsgeist. Den einzigen Blick nach oben werfen wir dementsprechend auf das Verfolgerduell zwischen Italien und Israel, das knapp aber siegreich für den Favoriten verlief. An Brett Eins gewann Mark Tseitlin nach einem frech geraubten Bauern auf a2 in die lang rochierte Stellung von Stefano Tatai. Im weiteren Verlauf kam Weiß noch zu Gegenspiel, aber zu spät. Auch an Brett Zwei zwischen Lederman und Micheli ging es in einen Sizilianer, für den "Turbulenz" noch milde beschrieben wäre. Für beide eine Achterbahnfahrt, mit dem besseren Ende für den israelischen Spieler. Den Sieg komplettierte Stepak mit seinem Schwarzremis gegen Rosino. Damit ist Israel der einzige nennenswerte Verfolger von Russland, die heute mit einem 3,5:0,5 über Österreich hinwegfegten. Das Duell steht morgen an.

Vielmehr möchten wir Ihren geschätzten Blick auf die Niederungen der Tabelle lenken, in denen durchaus fairer und aufrichtiger Wettkampf ebenso bewiesen wird. Nehmen wir beispielsweise mal den SV Dresden-Leuben. Mit einer durchschnittlichen Wertzahl von 2065, was ja nun für den durchschnittlichen deutschen Mannschafts-Spielbetrieb sehr ordentlich ist, waren die Fünf aus dem Dresdner Südosten gerade mal auf Rang 45 gesetzt. Nach vier Runden weit unter Wert geschlagen und mit allem Grund ausgestattet, frustriert zu sein, erspielten sie sich drei Siege in Folge(!) und liegen heute schon wieder in der oberen Tabellenhälfte. Von diesen Beispielen gibt es hier Dutzende. Schach ist eben immer wieder und gerade deswegen ein Spiel für alle - ganz egal ob nun Meister oder nicht.



Wolfgang Uhlmann mit einer packenden Partie
Runde6: Das war knapp!
Klaus J. Lais

Beinahe wäre der deutschen Nationalvier die große Überraschung gelungen, um die führenden Russen doch noch aufzuhalten. Dass die Herren aus dem weltweit größten Schachverband es gegen die Deutschen schwer haben würden, war klar. Aber dass es so spannend werden würde, darauf hatten nur die Kiebitze gehofft. Des Krimis Verlauf: Nach einem schulbuchhaften Bauerngewinn im Mittelspiel durch Klaus Klundt, brachte er den Vorteil ebenso sicher nach Hause. Das 1:0 für Deutschland war eines der schönsten Spielverläufe des ganzen Turniers. Nur wenig später konnten die Russen ausgleichen. An Brett Vier unterlag Christian Clemens, reichlich überspielt ausgangs des Mittelspiels. Später trennten sich Hecht und Vasiukov in einer durchaus noch lebendigen Stellung mit Remis. Alles hing an Wolfgang Uhlmann, der zu dieser Zeit eine vielversprechende Stellung auf dem Brett hatte. Deutschlands Nummer Eins verpasste aber nach eigenen Worten die stärkste Fortsetzung und die Partie lief wenig später aus dem Ruder, überschritt die Remisbreite und ging verlustig. Damit ist die Vertretung Russlands weiterhin ungeschlagen und steuert einen souveränen Turniersieg an.

An Brett Zwei trafen heute Österreich und die Vertretung aus Katernberg aufeinander. Entscheidend hier der sehenswert vorgetragene Angriff des Österreichers Peter Roth gegen Erich Krueger. Israel stoppt vorerst den Höhenflug der Leipziger und Finnland unterliegt Italien!

Russland führt nunmehr mit der vollen Ausbeute von 12 Punkten, mit zwei Punkten Abstand Italien, Österreich und Israel. Titelverteidiger Tschechien stürzt nach dem Remis gegen die Steiermark gar auf Rang Neun ab.



Klaus Klundt an Brett 3 der deutschen Mannschaft
Runde 5: Russland nicht zu stoppen
Klaus J. Lais

Ein bisschen spannender hätten wir es uns in der Topbegegnung gewünscht und tatsächlich schrammten die Tschechen nur knapp am 2:2 vorbei. Ein Sieg gegen die Russen war aber nie drin. Am Ende hieß es gar 1:3 aus Sicht von Lechtynsky & Co. Der Spitzenspieler selbst erreichte nach einem klassischen Caro-Kann bei heterogenen Rochaden ein Remis gegen Tseshkovsky. Sehr spannend wurde es an Brett Vier zwischen Pacl und Petrushin nach Figurenopfer des Russen. Nachdem Vaclav Pacl alle Gefahren sorgsam umspielte, fand er sich in einem aussichtsreichen Endspiel wieder, teilte sich aber dann den Punkt mit dem Russen. Die Siege fielen an Brett Zwei und Drei.

Deutschland kam über ein 2:2 gegen die stark aufspielenden Österreicher nicht hinaus. Allerdings sind die beiden teams auch nur einen Setzlistenplatz voneinander entfernt. Während Wolfgang Uhlmann an Brett 1 gewann, musste Jürgen Haakert an Brett Vier gegen Leo Kwatschewsky "die Segel streichen". Bei Klundt gegen Roth einigte man sich trotz Mehrbauer für Klundt auf Remis, weil der Damentausch nicht zu erzwingen war und auch dann ungleichfarbige Läufer die Punkteteilung wohl garantieren.

Nach fünf Runden führt Russland nun mit fünf Siegen aus fünf Partien.

Wärenddessen ging der Jung-Seniorencup mit einem Sieg von Michael Müller aus Weimar zu Ende. Der mit einer Wertzahl von 2193 einzige Titelträger (FM) im Feld gewann das Turnier mit vier Siegen und einem Remis. Sachpreise im Wert von mehr als 1.000 Euro werden unter den 27 Teilnehmern verteilt.

Beim "American Amateur Cup", bei dem die 32 Teilnehmer in drei Spielstärke-Gruppen in der Reihenfolge ihrer Wertungszahl aufgeteilt wurden, war vor der letzten und zehnten Runde noch nichts entschieden. In der Schlussrunde fielen die Entscheidungen: Dr. Thomas Meier setzte sich auf der Schlussgeraden in der A-Gruppe durch, Hans-Joachim Philipp gewann in der B-Gruppe seine letzte Partie erst um 16h45, nachdem die Siegerehrung eigentlich für 16h30 terminiert war und in der C-Gruppe gewannen beide Führenden, so dass die Feinwertung hauchzart für Alexander Bulano entschied.



Kortschnoi,Viktor (links) -Tseshkovsky,Vitaly (rechts): remis
Runde 4 Großer Kampf
Dr. Dirk Jordan

Großer Kampf an Brett 1. bei Russland gegen die Schweiz. Viktor Kortschnoi (weiß) gegen Vitali Tshechkovsky kämpften 85 Züge lang. Aus einer Holländischen Stellung entwickelte sich ein interessantes Mittelspiel. Hier erobertete Weiß im 28. Zug einen Bauer. Schwarz spielte sehr aktiv und warf erst den a und später den h Bauern nach vorne. Zum Schluss war man in einem Turmendspiel mit Mehrbauer auf Seiten Kortschnois (3-2). Tshechkovsky verteidigte sich sehr umsichtig und hielt verdient Remis. Im Verlaufe der Partie hatten die Kiebitze immer wieder mal den Eindruck – jetzt bindet Kortschnoi den berühmten Sack zu. Aber es war immer sehr schwierig und Angriff und Verteidigung wogten hin und her. Als im Saal immer mehr Wettkämpfe beendet waren spürte man förmlich die Spannung am Spitzenbrett. Eine riesige Traube von Zuschauer bildete sich. Abschließend verdienten sich beide Kämpfer einen großen Applaus.

Im Kampf im Match 2 (Deutschland gegen Tschechien) kam es zur Schlüsselpartie am Brett 4. Sfr. Clemens (D) konnte im 14. Zug entweder mit dem Springer oder dem Läufer auf e5 einen Bauern gewinnen oder eine Figur (gegen 2 Bauern) einbüssen. Er entschied sich zuerst für den Springer (besser wäre der Läufer gewesen). Es folgte der Figurenverlust. Dies hätte für die tschechische Mannschaft zu zwei Punkten reichen können, da die anderen drei Partien immer sehr ausgeglichen waren und niemand einen Vorteil verbuchen konnte (3x remis). Durch aktive Gegenspiel eroberte Christian Clemens aber noch einen dritten Bauern und man einigte sich auf remis (damit 2:2).

Durch den überzeugenden Sieg führt Russlands nach vier Runden die Tabelle allein mit 8:0 Punkten an. Es folgend 5 Teams mit 7:1. Dabei ist Wien 1 sicher die positive Überraschung.



Jansa,Vlastimil (Tschechien)
Runde 3: „Die Setzliste marschiert“
Dr. Dirk Jordan

Soll bedeuten, dass die vorderen Mannschaften sich auf „ihren“ Plätzen etabliert haben. An einzelnen Bretter hätte es zwar passieren können. Aber wie sagte meine Großmutter schon, wenn der Hund nicht hätte, hätte er ... .
Nahe an einem „Big Point“ waren die Schachfreunde aus Katernberg. Am Brett 1 hätte nicht viele gefällt. Aber letztendlich dann doch 1,5 zu 2,5 für Tschechien. Die Berliner mussten letztendlich auch die Überlegenheit von Russland anerkennen. Dabei spielte aber Harald Lieb eine gute Partie gegen Evgeni Vasiukov (siehe Partien).
Die aktuelle Tabelle zeigt weiterhin eine gut aufgelegte Mannschaft aus Sachsen-Anhalt mit 5-1 Punkten auf Platz 12 (Setzlistenplatz 21). Insbesondere der Deutsche Seniorenreferent Dr. Hamm spielt bisher sehr erfolgreich (2,5 Punkte aus 3 Partien ).
Insgesamt haben noch 6 Spieler (Jansa (TCH), Pushkov+Petrushin (RUS), Kortchnoi (SUI) Donchenko (Hessen), Karasev (St Petersburg) eine weiße Weste (3 aus 3).
Die im Seniorenbereich doch eher seltene LIVE-Übertragung klappt für die 12 Spitzenbretter sehr gut und wird im Internet gut angenommen. Hinter den Kulissen sind insbesondere die fleißigen Hände fürs Bulletin um Jens Luger bis spät in die Nacht aktiv. Immerhin müssen 156 Partien erfasst werden. Diese finden dann neben weiteren Informationen ihren Einzug auf 24 Seiten in reichlich 350 Bulletin. Diesen Service kam man sich auch aus dem Internet downloaden.



Die tschechische Mannschaft im Duell gegen Hessen 2
Runde 2 mit ersten Überraschungen
Tunierdirektor Dr.Dirk Jordan

Am Spitzenbrett nicht nur der ersten Paarung sondern der ganzen Europameisterschaft siegte Horst Watzka (Steiermark) gegen den bekannten russischen Großmeister Vitaly Tseshkovsky. Die gesamte Partie über erfreuten die drei Zentralbauern von Weiß die Kiebitze. Sehr sauber umschiffte der Österreicher alle Untiefen und gewann unter dem Beifall der Zuschauer diese schöne Partie.
Die Italiener haben sich nach zwei Runden zusammen mit dem Sieger der EM 2008, Tschechien beide jeweils 4:0 Mannschaftspunkten und 8:0 Brettpunkten, an die Spitze des Feldes gesetzt. Dabei mußte Vlastimil Jansa gegen Franz Stimpel in der letzten laufenden Partie beweisen, dass er mit Springer und Läufer das Mattsetzen beherrscht.



In der 1. Runde
Tunierdirektor Dr.Dirk Jordan

Die Spitzenteams der Setzliste lösten zum Beginn ihre Aufgaben erwartungsgemäß souverän. Erst in der Paarung Nr. 10 findet man das erste nicht standesgemäße Resultat. Norwegen Ost trotzte Dänemark 1 ein 2:2 Unentschieden ab. Dabei entschied an Brett 4 Nilsen gegen Nielsen den Kampf. Da der norwegische Nilsen (ohne e) gegen den dänischen Nielsen (mit e) gewann, konnten sich die nördlichere Mannschaft über ihren ersten Mannschaftspunkt freuen.


   
Per Ofstad, Seniorenverantwortlicher der ECU   Der Flaggeneinlauf durch KInder   Dr.Georg Hamm, Seniorenreferent des DSB

Die Verantwortlichen des Tuniers
Start der Europameisterschaft
Tunierdirektor Dr.Dirk Jordan

Als beim Captainsmeeting Dr. Gerhard Schmidt, der Turnierleiter gegen 10:20 Uhr alle Mannschaften aufgerufen und jeder mit ja, yes oder Handzeichen seine Anwesenheit bestätigt hatte, wurde allen klar, das diese Europameisterschaft mit 78 Teams aus 20 Ländern mit 359 Spieler die mit Abstand größte in ihrer 12 jährigen Geschichte werden würde!

Pünktlich um 14:00 Uhr fanden sich dann über 400 Spieler und Gäste zur Eröffnung im großen Spielsaal ein. Ob dieses Andrangs mussten noch schnell etliche Sitzgelegenheiten zusätzlich organisiert werden.
Dann konnte der Referent für Seniorenschach des Deutschen Schachbundes, Dr. Georg Hamm die Grüße des Präsidenten Herrn Prof. Robert von Weiszäcker überbringen. Perfekt in den drei FIDE-Sprachen Englisch, Russsisch und Deutsch begrüßte er die gigantische Zahl an Teilnehmern, machte auf den völkerverständigenden Charakter dieser Meisterschaft aufmerksam und wünschte allen, teilweise von weit angereisten Teams, viel Erfolg.
Den emotionalen Höhepunkt bildete der Flaggeneinmarsch der Nationen. Jungen und Mädchen aus Dresdner Grundschulen trugen mit den Klängen der Händelschen Wassermusik und Standing Ovation der Anwesenden die Nationalfahnen aller beteiligten Teams in den Turniersaal.
Per Ofstad, Seniorenverantwortlicher der Europäischen Schachunion brachte in seiner Ansprache sein Vertrauen in die sehr gute Dresdner Schachorganisation zum Ausdruck und überbrachte die besten Wünsche des Präsident der ECU. Danach eröffnete er offiziell die Meisterschaft.



News
09.12.2011
Die Termine der Dresdner Turniere 2012 stehen fest.
Termine 2012
Aktueller Turnierstand
 Russland
 Schweiz
 Finnland
 Deutschland
 St. Petersburg
 Tschechien
 Hessen 1
 Wien 1
 Italien
10   Schottland 1
Sponsoren
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RAMADA Hotel Dresden
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Euroschach Dresden
Grafikdesign Uta Büttner

Landessportbund Sachsen e.V.
European Chess Union
Dresdner Schachbund e.V.
 

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